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Der IS zerstörte uralte Stätten in der irakischen Stadt Nimrud.

Uralte Bauten stark beschädigt

UN: IS zerstörte Tempel im Irak und droht mit Anschlägen

Bagdad - Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Erkenntnissen der UNO einen weiteren antiken Tempel im Irak zerstört. Zugleich wurde vor neuen Attacken gewarnt.

Die Auswertung von Satellitenaufnahmen habe "erhebliche Schäden" im Eingangsbereich des Nabu-Tempels in der alten assyrischen Stadt Nimrud gezeigt, teilte die UN-Forschungsagentur Unitar am Mittwoch in Genf mit. Damit bestätigte sie Angaben des IS, der vor einigen Tagen die Zerstörung des 2800 Jahre alten Tempels verkündet hatte.

In einem Video hatte der IS Schilder am Eingang des Tempels gezeigt, es war eine massive Explosion zu hören. Ein Sprecher drohte an, auch die Pyramiden und die Sphinx in Ägypten in die Luft zu jagen.

Der Nabu-Tempel war dem babylonischen Gott der Weisheit gewidmet. Er liegt in der historisch bedeutsamen Stadt Nimrud, die im 13. vorchristlichen Jahrhundert am Ufer des Tigris gegründet worden war. Dort finden sich einzigartige Kulturschätze. Die Stätte liegt im Herrschaftsbereich des IS im Norden des Irak. Die Dschihadistenmiliz zerstört immer wieder Kulturgüter aus der vorislamischen Zeit. Ihrer radikalen Lesart des Islam zufolge sind vorislamische Tempel und Statuen Symbole der Gotteslästerung.

UN warnt vor IS-Anschlägen

Die Vereinten Nationen haben vor der gestiegenen Gefahr von Anschlägen durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewarnt. Angesichts militärischer Verluste in Syrien und im Irak in den vergangenen Monaten könnten die Extremisten möglicherweise Angriffe auf internationale Ziele in Augenschein nehmen, sagte UN-Untergeneralsekretär Jeffrey Feltman am Donnerstag (Ortszeit) dem Weltsicherheitsrat in New York. Er sprach von der Gefahr von komplexen Attacken, die in mehreren Wellen ausgeführt werden könnten. Angesichts der Verluste seien ausländische Kämpfer verstärkt in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Damit steige die Gefahr von IS-Anschlägen in diesen Ländern.

AFP

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