Der US-Kongress hat nach jahrelangem Zögern eine neue Gewichtung der Stimmrechte beim Internationalen Währungsfonds (IWF) akzeptiert. Damit bekommen Schwellenlände wie China mehr Stimmgewalt. Foto: Jim Lo Scalzo/Archiv
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Der US-Kongress hat nach jahrelangem Zögern eine neue Gewichtung der Stimmrechte beim Internationalen Währungsfonds (IWF) akzeptiert. Damit bekommen Schwellenlände wie China mehr Stimmgewalt. Foto: Jim Lo Scalzo/Archiv

US-Kongress billigt neue Quoten beim IWF

Washington (dpa) - Der US-Kongress hat nach jahrelangem Zögern eine neue Gewichtung der Stimmrechte beim Internationalen Währungsfonds (IWF) akzeptiert.

Damit bekommen Schwellenländer wie China deutlich mehr Stimmgewalt im IWF, der unter anderem Notkredite an in Schwierigkeiten geratene Nationen vergibt. Die Finanzausstattung verdoppelt sich.

Die USA sind stärkstes Land im IWF, ohne die Zustimmung ihrer Parlamente konnte die bereits 2010 beschlossene Maßnahme nicht greifen. Mit der US-Zustimmung sind die notwendigen drei Fünftel aller 188 IWF-Mitglieder erreicht.

IWD-Chefin Christine Lagarde begrüßte den Schritt am Freitag. "Es ist ein willkommener und wichtiger Schritt nach vorne", sagte sie. Die Reformen würden die Kernressourcen des Fonds signifikant erhöhen. "Das ermöglicht uns, auf Krisen effektiver zu reagieren", sagte Lagarde.

Für Deutschland reduzieren sich durch die Neuerung die Stimmrechte im Währungsfonds von bisher 5,8 Prozent auf 5,3 Prozent. Die Bundesrepublik ist der viertgrößte Anteilseigner hinter den USA, Japan und China. Brasilien, Indien und Russland rücken in den Kreis der zehn größte IWF-Länder auf.

International Monetary Fund (Englisch)

IMF quotas factsheet (Englisch)

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