Wild Flavors

US-Konzern zahlt Milliarden für deutsche Aromen

Eppelheim - Der Lebensmittelzutaten-Hersteller Archer Daniels Midland (ADM) steht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge kurz vor der Übernahme des deutsch-schweizerischen Aromenherstellers Wild Flavors.

Der Kaufpreis belaufe sich auf 2,5 Milliarden Euro, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg in der Nacht zum Freitag und berief sich auf mit der Sache vertraute Personen. Damit habe ADM den japanischen Konkurrenten Ajinomoto ausgestochen. Eine ADM-Sprecherin lehnte jeglichen Kommentar zu der sich anbahnenden Übernahme ab. Wild wollte auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX keinen Kommentar abgeben.

Der US-Konzern ADM, der unter anderem zu den größten Verarbeitern von Getreide und Palmöl zählt, will sein Geschäft durch Zukäufe internationaler aufstellen. Mit der Übernahme von Wild träte er in direkte Konkurrenz zum deutschen Aromenspezialisten Symrise und dem Schweizer Anbieter Givaudan.

Wild Flavors gehört wie der Capri-Sonne-Hersteller Deutsche SiSi-Werke dem deutschen Unternehmer Hans-Peter Wild. Der Sohn des Firmengründers Rudolf Wild hatte allerdings vor vier Jahren den Finanzinvestor KKR ins Boot geholt, der nun 35 Prozent der Anteile hält. Wild hatte bereits im April klargestellt, dass Capri-Sonne nicht zum Verkauf stehe.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Meistgelesene Artikel

VW-Konzerngewinn bricht in Dieselkrise erneut deutlich ein

Wolfsburg (dpa) - Der VW-Konzern muss zum Jahresbeginn einen weiteren herben Gewinneinbruch hinnehmen. Unterm Strich sackte das Ergebnis für die Aktionäre im ersten …
VW-Konzerngewinn bricht in Dieselkrise erneut deutlich ein

Aldi und Lidl stecken Milliarden in ihre Verschönerung

Düsseldorf - Aldi und Lidl wollen in den nächsten Jahren Milliarden in die Verschönerung ihrer deutschen Filialen stecken. Die Kunden lassen ihnen keine andere Wahl, …
Aldi und Lidl stecken Milliarden in ihre Verschönerung

Bundesagentur gibt Arbeitslosenzahlen für Mai bekannt

Vom Arbeitsmarkt werden weiter gute Nachrichten erwartet: Nach Ansicht von Experten könnte die Zahl der Erwerbslosen im Mai um 70 000 bis 80 000 zurückgegangen sein. Der …
Bundesagentur gibt Arbeitslosenzahlen für Mai bekannt

Müssen für unsere Supermarkt-Südfrüchte Menschen sterben?

Berlin - Die Menschenrechtsorganisation Oxfam enthüllt, wie es bei der Produktion von Südfrüchten, wie Bananen und Ananas, für deutsche Supermärkte wirklich zugeht.
Müssen für unsere Supermarkt-Südfrüchte Menschen sterben?

Kommentare