US-Topmanagerin geht wegen Gehaltsdeckelung

Charlotte/USA - Aus Ärger über die staatlich verordnete Gehaltsdeckelung hat eine Topmanagerin den angeschlagenen US-Versicherungsriesen AIG verlassen.

Die stellvertretende Verwaltungsratschefin Anastasia Kelly habe mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt erklärt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Nach einem Bericht des “Wall Street Journal“ soll Kelly eine Abfindung in Millionenhöhe erhalten, auf die sie nach firmeninternen Plänen ein Anrecht habe.

Die US-Regierung hatte den in der US-Immobilienkrise ins Wanken geratenen Versicherer mit Krediten in Höhe von 182,5 Milliarden Dollar gerettet und dafür 80 Prozent der Anteile übernommen. Im November war bekanntgeworden, dass AIG-Vorstandsvorsitzender Robert Benmosche ein Jahresgehalt von sieben Millionen Dollar erhält. Drei Millionen soll Benmosche in bar erhalten, vier weitere Millionen in Aktien. Außerdem wird er bei gutem Geschäftsverlauf einen Bonus von bis zu 3,5 Millionen in Aktien erhalten. Die Bezüge von drei Topmanagern, darunter Finanzchef David Herzog, wurden gekürzt, um die Auflagen zu erfüllen.

apd

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