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Beschäftigte im Sicherheitsgewerbe stehen am 23.01.2015 bei einem Warnstreik mit Portestfahnen im Terminal des Stuttgarter Flughafens.

Warnstreik

Tausende warten am Stuttgarter Flughafen

Hamburg - Wegen eines Warnstreiks des Wach- und Sicherheitspersonals an den Flughäfen von Hamburg und Stuttgart kam es zu langen Warteschlangen.

Mehrere tausend Reisende mussten in Stuttgart am Freitag etwas längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Es sei allerdings noch zu keinen Verspätungen bei den betroffenen 60 Abflügen gekommen, sagte ein Flughafensprecher am Morgen. Bis zum Ende des Ausstands um 14.00 Uhr könne es für rund 6000 Fluggäste zu Wartezeiten bis zu einer halben Stunde kommen.

Nur einer der vier Terminals war geöffnet. Es bildeten sich aber trotzdem nur etwas längere Schlangen als sonst. Beim letzten Warnstreik am vergangenen Wochenende hätten mehr Menschen an den Terminals gewartet, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Bei der Frühschicht der Fracht- und Personenkontrolleure seien mit 70 Mitarbeitern etwa die Hälfte im Streik.

Hintergrund des Ausstands sind die zähen Tarifverhandlungen für die rund 19.000 Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe. Die Gewerkschaft fordert mehr Geld, der Arbeitgeber lehnt ab. Um den Druck zu erhöhen, hat Verdi heute auch zu Warnstreiks am Flughafen in Hamburg aufgerufen. Eine Lösung des Tarifstreits ist nicht in Sicht.

Auch die Sicherheitskräfte am Hamburger Flughafen haben am Freitag mit einem Warnstreik begonnen. Bis zum Start um 11.00 Uhr hatten bereits 2000 Reisende zusätzlich gegenüber einem normalen Freitag die Sicherheitskontrollen passiert, teilte eine Sprecherin des Flughafens mit. Sie folgten damit dem Aufruf des Airports, möglichst frühzeitig am Flughafen zu sein und Wartezeiten einzurechnen. Bis zum Ende des Warnstreiks um 16.00 Uhr stehen 53 Abflüge auf dem Hamburger Flugplan; vier davon wurden gestrichen.

dpa

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