Volkswagen, Hauptversammlung
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Der VW-Konzern verschiebt seine Hauptversammlung.

"Offene Fragestellungen"

Wegen Abgasskandal: VW verschiebt Hauptversammlung

Wolfsburg - Neuer Rückschlag für Volkswagen: Wegen des Abgas-Skandals kann der Konzern nicht wie geplant im März seine Bilanz vorlegen und im April den Aktionären Rede und Antwort stehen.

Wegen ungeklärter Fragen im Abgasskandal verschiebt Volkswagen die Vorlage der Jahresbilanz und die Hauptversammlung. Grund seien "noch offene Fragestellungen im Zusammenhang mit den Folgen der Abgasthematik", teilte der Konzern am Freitag mit. Die neuen Termine würden zeitnah mitgeteilt. Auch die Porsche Holding, die knapp 31 Prozent an der Volkswagen AG hält, verschob daraufhin die Veröffentlichung ihrer Jahresbilanz.

Volkswagen wolle durch den Schritt auch im Interesse seiner Aktionäre "größtmögliche Klarheit und Verlässlichkeit" schaffen, erklärte der Wolfsburger Konzern. Der Zeitplan für die Berichterstattung über die Aufklärung des Abgasskandals bleibe von der Entscheidung unberührt, teilte der Autobauer weiter mit. VW wolle weiterhin in der zweiten April-Hälfte Rede und Antwort stehen.

Der Konzern teilte zudem mit, dass das Operative Ergebnis wohl auf dem Niveau des Vorjahres liegen werde - ohne weitere Details zu nennen.

Die Porsche Holding wiederum teilte in Stuttgart mit, das Vorliegen des Jahresabschlusses der Volkswagen AG sei "zwingende Voraussetzung" für die eigene Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses. Daher verschiebe auch die Porsche SE die Termine für die Bilanzvorlage und die Hauptversammlung.

VW hatte im September zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Fahrzeuge unterschiedlicher Marken des Konzerns eine illegale Software eingebaut zu haben. Das Programm beeinflusst den Ausstoß von Stickoxiden bei Tests auf dem Prüfstand, so dass die Werte geringer ausfallen als sie tatsächlich sind.

Am Freitag berichtete das Magazin "Focus" zudem, dass VW die Pläne zum Bau eines kleinen Geländewagens auf Eis gelegt habe. Die Produktion des Geländewagens, der 2012 unter dem Namen Taigun als Studie vorgestellt worden sei, rechne sich für den Autobauer derzeit nicht, berichtete das Magazin. Ursprünglich sei das Auto für den Markt in Brasilien gedacht gewesen.

Volkswagen widersprach dem Bericht. Ein Sprecher sagte AFP, wenn auf dem Autosalon in Genf der neue Geländewagen Tiguan vorgestellt werde, sei dies der Auftakt einer "neuen Modell-Offensive". Es gebe sowohl einen kleineren Geländewagen unterhalb des Tiguan als auch einen oberhalb. An Spekulationen, ob der kleine Geländewagen nun Taigun heißen werde oder nicht, beteilige sich Volkswagen nicht.

dpa

Pflichtmitteilung an die Finanzwelt

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