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Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, bei einer Pressekonferenz im Dezember. 

Abgas-Skandal

VW-Chef Müller: Etwas mehr Demut steht uns gut an

Wolfsburg - Ein "neues Denken", sagt VW-Chef Matthias Müller im Interview mit der "Wirtschaftswoche", könne nach der Diesel-Affäre nicht verordnet werden. Man müsse es vorleben.

Die Neuausrichtung des Volkswagen-Konzerns nach der Diesel-Affäre wird nach den Worten von VW-Chef Matthias Müller einige Zeit in Anspruch nehmen. Ein "neues Denken" könne nicht verordnet werden, sagte Müller in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche", das am Mittwoch auf deren Website veröffentlicht wurde. Es gehe darum, "es schlicht und ergreifend vorzuleben". Ziel sei, "dass wir weniger Geld ausgeben und bescheidener auftreten - und trotzdem selbstbewusst".

In einem Konzern, der lange so erfolgreich gewesen sei wie VW, sei "die Grenze zwischen Selbstbewusstsein und Selbstgefälligkeit fließend". Vielleicht hätten tatsächlich einige geglaubt, "sie seien unantastbar und unschlagbar", sagte Müller und betonte, dass er damit nicht seinen Vorgänger Martin Winterkorn meine. Auch teure Veranstaltungen etwa auf Automessen werde es in der Form nicht mehr geben. "Etwas mehr Bescheidenheit und Demut steht uns auch hier gut an", sagte er. Zugleich spare das viel Geld, einige Millionen Euro pro Veranstaltung. 

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Deutscher Automarkt brummt

VW-Aktie stürzt nach Klage der US-Regierung ab

Volkswagen steckt in einer tiefen Krise. Im September hatte der Autobauer zugeben müssen, dass weltweit bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen mehrerer Marken eine Manipulations-Software eingesetzt wurde, die den Stickoxid-Ausstoß im Testbetrieb zu niedrig auswies. Durch Strafen, Rückrufaktionen und Entschädigungen kommen auf den Wolfsburger Konzern Milliardenkosten zu. Das US-Justizministerium hatte am Montag bei einem Bundesgericht in Detroit eine Zivilklage eingereicht, die für VW Strafzahlungen in Milliardenhöhe zur Folge haben könnte.

Müller reist demnächst in die USA, wo unter anderem Treffen mit Politikern und Behördenvertretern geplant sind. Hauptziel seiner Reise ist die Automesse in Detroit, die am 11. Januar beginnt.

afp

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