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Problem mit der Hinterachse

VW ruft in China über halbe Million Autos zurück

Peking - Die Sorgen einer chinesischen Behörde bringen Europas größten Autobauer VW dazu, mehr als eine halbe Million Autos zurück in die Werkstätten zu holen. Der Grund: ein Problem mit der Hinterachse. Der Rückruf betrifft aber nicht nur China.

Europas größter Autobauer Volkswagen und sein chinesischer Partner FAW rufen in China mehr als eine halbe Million Autos zurück. Wegen Problemen mit den Hinterachsen der Fahrzeuge würden 563 605 Sagitar-Modelle zurück in die Werkstätten beordert, teilte Chinas Qualitätsbehörde am Freitag mit. Zusätzlich ruft VW der Mitteilung zufolge ebenfalls wegen Achsproblemen 17 485 importierte Beetles zurück.

Auch in Amerika hat Volkswagen in großem Stil Wagen in die Werkstätten beordert. Etwa 400 600 Jettas aus den Modelljahren 2011 bis 2013 und rund 41 600 Beetles der Jahrgänge 2012 bis 2013 seien betroffen, teilte die US-Tochter von VW am Freitag mit. In Deutschland sollten 15 500 Autos zurückgerufen werden, sagte Volkswagen-Sprecher Pietro Zollino.

Zollino betonte aber: „Die Achse ist sicher.“ Es liege kein Materialfehler vor. Das Problem am sogenannten Koppellenker - eines der Bauteile, die die Achse führen - trete auf bei Vorschäden etwa bei einem Heckaufprall. Wegen der Sorgen der Behörden würden die Fahrzeuge mit dem entsprechenden Bauteil zurückgerufen. Es werde aber keine neue Achse montiert, sondern im Falle eines Schadens verbauten die Werkstätten identische, aber unbeschädigte Teile.

Zu den in Deutschland vom Rückruf betroffenen Autos zählten wie in Amerika der VW Beetle mit den kleineren Motorisierungen und der Jetta, sagte der Sprecher. Um Autofahrer bei Schäden an der Achse zu warnen, werde ab 2015 ein zusätzliches Blech verbaut, das im Schadensfalle laut und vernehmlich klappere.

Mit etwa einem Drittel Anteil entscheidet China maßgeblich über Wohl und Wehe beim VW-Absatz: Von den in den ersten drei Quartalen ausgelieferten 7,4 Millionen Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen entfiel mehr als ein Drittel auf China.

Erst kurz zuvor hatte der VW-Konzern sein Gemeinschaftsunternehmen mit FAW auf dem inzwischen weltgrößten Automarkt China nach gut 20-jähriger Kooperation bis 2041 verlängert. Volkswagen ist in China mit zwei Joint-Venture-Partnern unterwegs: neben FAW auch noch SAIC. Ein örtlicher Partner ist in China Vorschrift.

dpa

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