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Die Verschärfung der EU-Tabakrichtlinie mit größeren Warnhinweisen gilt in Deutschland seit dem 20. Mai.

Schockfotos auf Zigarettenschachteln

Warnhinweise verschärft: Fiskus verdient weniger

Wiesbaden - Die Einführung von Schockfotos und größeren Warnhinweisen auf Zigarettenschachteln und anderen Tabakwaren zeigt erste Wirkung.

Im zweiten Quartal 2016 sank die Menge der in Deutschland hergestellten Zigaretten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,4 Prozent auf 17,2 Milliarden Stück. Rückläufig waren auch der Absatz von Zigarren und die Menge des versteuerten Feinschnitts zum Selberdrehen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Insgesamt wurden im Zeitraum April bis Juni Tabakwaren im Verkaufswert von 5,9 Milliarden Euro versteuert. Das waren 0,6 Milliarden Euro oder 9,1 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2015.

Die Wiesbadener Statistiker erklärten den Rückgang mit der Verschärfung der Warnhinweise infolge der EU-Tabakrichtlinie, die in Deutschland seit dem 20. Mai dieses Jahres gilt. Hersteller müssen daher ihre Produktion umstellen. Im ersten Quartal hatten sie noch kräftig Ware nach den alten Regelungen produziert, da diese noch ein Jahr lang weiter verkauft werden darf.

dpa

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