Warnstreik-Plakate hängen in Berlin an einer Filiale der Postbank im Stadtteil Tegel. Foto: Paul Zinken
+
Warnstreik-Plakate hängen in Berlin an einer Filiale der Postbank im Stadtteil Tegel. Foto: Paul Zinken

Postbank-Filialen bleiben wegen Warnstreiks geschlossen

Bonn/Berlin (dpa) - Vor den in dieser Woche angesetzten Tarifverhandlungen bei der Postbank hat Verdi zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft blieben zum Wochenbeginn rund 200 Postbank-Filialen geschlossen.

Eine Postbank-Sprecherin sprach dagegen von etwa 140 betroffenen Standorten. Bundesweit betreibt das Geldinstitut rund 1100 Filialen. Weitere Aktionen gab es nach Verdi-Angaben unter anderem in den Verwaltungsbereichen der Postbank.

Hintergrund sind zwei Tarifrunden für die rund 9500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG und für die rund 2700 Beschäftigten der Postbank AG, der Firmenkunden AG und der BHW-Gruppe. Die beiden separat geführten Tarifverhandlungen sollen am 4. und 5. März in Bonn fortgesetzt werden.

Für die Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG fordert die Gewerkschaft ein Angebot zum Kündigungsschutz und ein verbessertes Gehaltsangebot. Bisher hatten die Arbeitgeber jeweils 1,6 Prozent zum 1. März 2015 und 2016 angeboten. Verdi fordert dagegen fünf Prozent mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Für die Beschäftigten der Postbank AG, der Firmenkunden AG und der BHW-Gruppe verlangt die Gewerkschaft den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2020 und einen Tarifvertrag zum Vorruhestand mit Rechtsanspruch. Spekulationen um Verkauf, Teilverkauf oder Börsengang verursachten in der Belegschaft Unsicherheit und Angst um die Arbeitsplätze, hieß es. Die Postbank ist eine Tochter der Deutschen Bank.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

G20-Länder nach dem Brexit: "Wir schaffen das"

Chengdu - Die führenden Industrieländer sehen sich gegen die wirtschaftlichen Folgen des Brexit gewappnet. Und sie richten einen Wunsch an Großbritannien.
G20-Länder nach dem Brexit: "Wir schaffen das"

Eon-Tochter Uniper plant Stellenabbau

Nach der Aufspaltung des Energieriesen Eon plant die neue Kraftwerkstochter Uniper Stellenstreichungen. Wie viele der insgesamt rund 14 000 Beschäftigten betroffen sein …
Eon-Tochter Uniper plant Stellenabbau

Wieder vermehrt deutsche Chefs in Dax-Vorstandsetagen

Die Vorstandszirkel der Börsenriesen hierzulande werden seit Jahren immer deutscher. Besonders klar ist der Trend bei den Vorstandschefs: Dort tendierte die …
Wieder vermehrt deutsche Chefs in Dax-Vorstandsetagen

Kaum Nachfrage: Wird die E-Auto-Prämie zur Schlappe?

Berlin - Seit drei Wochen erhalten Käufer von Elektroautos eine Prämie vom Staat. Doch trotz des Zuckerls hält sich das Interesse der Deutschen in Grenzen.
Kaum Nachfrage: Wird die E-Auto-Prämie zur Schlappe?

Kommentare