"Erfüllen Vorgaben"

BMW weist Bericht über Manipulationen zurück

München - Die Branche ist nervös: Nach dem Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW geraten nun auch andere Fahrzeughersteller unter Verdacht. BMW wählt deshalb klare Worte: „Bei der BWM Group wird nicht manipuliert.“

Der Autobauer BMW hat einen Bericht über angebliche Manipulationen von Werten bei Abgastests zurückgewiesen. „Grundsätzlich gilt: Bei der BMW Group wird nicht manipuliert, und wir halten uns selbstverständlich in jedem Land an die gesetzlichen Vorgaben und erfüllen alle lokalen Testvorgaben“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in München. „Das heißt: Bei unseren Fahrzeugen wird in der Abgasbehandlung nicht zwischen Rollen- und Straßenbetrieb unterschieden.“

Zuvor waren die Aktien des Autobauers auf Talfahrt gegangen, nachdem „Auto Bild“ berichtet hatte, dass nicht nur VW-Dieselautos von Grenzwert-Überschreitungen bei Abgastests betroffen gewesen seien. So habe der BMW X3 xDrive 20d bei einem Straßentest des International Council on Clean Transportation (ICCT) den Euro-6-Grenzwert für Stickoxid um über das Elffache überschritten.

Dazu erklärte BMW: „Die in der „Auto Bild“ angeführten Ergebnisse zu den Emissionen des BMW X3 im Rahmen eines nicht näher beschriebenen Straßentests sind uns bisher nicht bekannt und daher für uns derzeit weder nachvollziehbar noch erklärbar.“ Nach zwei Studien des ICCT erfüllten sowohl der BMW X5 als auch 13 weitere getestete BMW-Fahrzeuge die gesetzlichen Anforderungen; beim X5 seien keinerlei auffällige Abweichungen von Test- und Praxiswerten mit Blick auf den Ausstoß festgestellt worden, teilte BWM mit. Man werde den ICCT kontaktieren und um Aufklärung zu dem Straßentest bitten.

Das ICCT hatte den Diesel-Skandal bei Volkswagen ins Rollen gebracht. Die Wolfsburger hatten zugegeben, dass weltweit rund elf Millionen Motoren des genannten Typs mit einer Software ausgestattet wurden, um die Messung des Schadstoffausstoßes zu manipulieren. Am Mittwoch hatte VW-Chef Martin Winterkorn als Konsequenz aus dem Skandal seinen Posten geräumt.

dpa

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