+
Weltbild-Mitarbeiter demonstrieren am Rande eines Arbeitstreffens katholischer Bischöfe vor dem Exerzitienhaus der Diözese Würzburg.

Weltbild

Beschäftigte empfangen Bischöfe mit Protest

Würzburg  - Mitarbeiter der existenzbedrohten Verlagsgruppe Weltbild  haben bei einem Bischofstreffen in Würzburg für die Unterstützung der Kirche demonstriert.

Eine Delegation von Beschäftigten empfing den Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz am Montag mit Sprechchören und Transparenten. Der Betriebsratsvorsitzende Peter Fitz forderte die Bischöfe auf, ihre finanziellen Zusagen einzuhalten. „Jetzt versucht man, sich aus der Verantwortung zu stehlen“, kritisierte er.

Marx: Kirche trägt Mitverantwortung an Weltbild-Krise

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat sich zu einer Mitverantwortung der kirchlichen Eigentümer für die Krise bei der Augsburger Verlagsgruppe Weltbild bekannt. „Ich verhehle nicht, dass wir als Eigentümer Mitverantwortung tragen“, sagte Marx am Montag in Würzburg zu demonstrierenden Weltbild-Mitarbeitern. Gemeinsam mit dem Augsburger Bischof Konrad Zdarsa bekräftigte er, die Kirche werde 65 Millionen Euro für die Sanierung des existenzbedrohten Unternehmens geben: „Wir werden unseren Beitrag leisten, und darüber werden wir heute Nachmittag intensiv sprechen.“ Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz  traf sich in der Residenzstadt zu einer zweitägigen Arbeitssitzung.

Die deutschen Diözesanbischöfe wollten auf ihrem zweitägigen Arbeitstreffen über Weltbild sprechen, außerdem stand die Vatikan-Umfrage zu Familie und Sexualmoral auf der Tagesordnung.

dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gabriel will Korrekturen am Beschluss zu Edeka/Tengelmann

Wirtschaftsminister Gabriel wehrt sich gegen Vorwürfe, bei seiner Genehmigung der Edeka-Tengelmann-Fusion sei es nicht transparent zugegangen. Den Vorwurf von …
Gabriel will Korrekturen am Beschluss zu Edeka/Tengelmann

Tesla will Batteriefabriken in Europa und China bauen

Reno - Die globalen Träume von Tesla-Chef Elon Musk werden immer größer. Die erste riesige Batteriefabrik von Tesla ist nach zwei Jahren gerade einmal zu einem Siebtel …
Tesla will Batteriefabriken in Europa und China bauen

Verbraucherschützer: Intransparenz und Willkür beim Dispo

Wer sein Konto überzieht, braucht genaue Informationen, was ihn das kostet. Doch auf den Internetseiten der Kreditinstitute werden Bankkunden nicht immer fündig. …
Verbraucherschützer: Intransparenz und Willkür beim Dispo

Umfrage: Verbraucher halten sich bei Ökostrom zurück

Das gute Gewissen beim Stromvertrag war vielen Deutschen nach dem Schock von Fukushima einen Aufschlag auf den Preis wert. Doch inzwischen erlahmt der Wechselwille. Der …
Umfrage: Verbraucher halten sich bei Ökostrom zurück

Kommentare