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Zwei Wochen nach Beginn des Winterschlussverkaufs zieht der Handel nicht gerade eine überschwänglich Bilanz. 

Zu warmer Winter

Winterschlussverkauf geht in die Verlängerung

Berlin - "Einfach zu warm", klagt der Handel nach der zweiwöchigen Rabattaktion WSV. Denn Pullover und Mützen gehen am besten, wenn es kalt ist. Nun lassen viele Händler die "Sale"-Schilder hängen.

Auch nach dem eigentlichen Ende des Winterschlussverkaufs spitzt der Handel den Rotstift. "Es war insgesamt eine schwierige Wintersaison, das Wetter war einfach zu warm", sagte ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE) der Deutschen Presse-Agentur.

"Viele Händler werden den WSV mit seinen Angeboten deshalb wohl noch ein paar Tage verlängern." Zwei Wochen nach Beginn der koordinierten Rabattaktion zieht die Branche nicht gerade überschwänglich Bilanz. "Der Handel ist ganz zufrieden, die Lager konnten schon ganz gut geräumt werden", hieß es. Doch weil die Kunden zuvor wegen der milden Temperaturen wenig zu warmer Bekleidung, Mützen oder Handschuhe griffen, ist auch jetzt noch Ware da, an der nun die roten Preisschilder hängen bleiben.

Drei Viertel der Einzelhändler haben sich nach Verbandsangaben am WSV beteiligt. Die Textilhändler wollen damit Platz für die Frühjahrsmode machen, inzwischen sind aber auch Möbel- und Elektronikmärkte mit von der Partie.

"Besonders für ländliche Regionen sowie kleinere und mittlere Städte ist der WSV von großer Bedeutung", betont der Branchenverband. Kunden aus dem Umland machten dort noch "gezielte Schnäppchentouren" in die Innenstädte. Besonders in den Großstädten lockten viele Läden jedoch schon seit Anfang Dezember mit Preisnachlässen.

Insgesamt ist der Handel in Deutschland optimistisch, denn die Beschäftigung ist hoch und Energiepreise sind niedrig, sodass die Bundesbürger mehr Geld ausgeben können. Für dieses Jahr rechnet die Branche mit einem Umsatzplus von zwei Prozent.

dpa

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