+
Peter Bofinger.

Fatale Signalwirkung

Wirtschaftsweiser kritisiert Zypernhilfe

Berlin/Passau - Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat scharfe Kritik am Rettungspaket für Zypern geübt. Er befürchtet einen Abzug des Geldes der Anleger sowie eine große Verunsicherung.

„Die Signalwirkung für den Rest des Euro-Raums ist fatal. Das ist quasi ein Aufruf an die Anleger, ihr Geld abzuziehen, sobald sich auch nur die geringsten Probleme bei ihrer Bank zeigen“, sagte Bofinger der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). Die Verunsicherung der Anleger werde wachsen.

Bofinger kritisierte auch Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem, der betont hatte, künftig würden zunächst Banken selbst und Großanleger angesprochen. „Die Äußerungen von Jeroen Dijsselbloem waren mehr als fahrlässig“, sagte Bofinger. Einlagen bei Banken müssten zu hundert Prozent sicher sein. Sonst funktioniere das Bankensystem nicht.

So funktioniert die neue Aufsicht für Europas Banken

Fragen & Antworten: So funktioniert die neue Aufsicht für Europas Banken

Das Beispiel Zypern dürfe auf keinen Fall Schule machen: „Jeder, der politisch Verantwortung trägt, sollte jetzt deutlich machen, dass Zypern ein Sonderfall war“, sagte das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Auch McDonald's will Essen nach Hause liefern lassen

München - Ob neue Schuhe, Kosmetikartikel oder das Abendessen - viele Menschen in Deutschland lassen sich die Dinge des täglichen Bedarfs gerne nach Hause bringen. Von …
Auch McDonald's will Essen nach Hause liefern lassen

Lebensversicherung: Verbraucherschützer sorgen sich um Altpolicen

Hamburg/Frankfurt - Die Zinsflaute setzt Lebensversicherer unter Druck. Verbraucherschützer befürchten, dass sie Kunden mit hoch verzinsten Altverträgen loswerden …
Lebensversicherung: Verbraucherschützer sorgen sich um Altpolicen

Einzelhandel: Weihnachtsgeschäft zieht an

Berlin - Das Weihnachtsgeschäft kommt aus Sicht des Handels in Fahrt. In der Woche vor dem zweiten Advent sei das Geschäft für viele Händler besser gelaufen als in der …
Einzelhandel: Weihnachtsgeschäft zieht an

VW-Vorstände zahlten Reisekosten zurück

Berlin/Wolfsburg - Vorstände des Autokonzerns Volkswagen haben im Jahr 2014 nach internen Beratungen Reisekosten zurückgezahlt. Zugleich gab es einen Kurswechsel bei der …
VW-Vorstände zahlten Reisekosten zurück

Kommentare