+
Der Bund der Steuerzahler hat eine geringere Verzinsung von Steuernachforderungen gefordert

Zinsen von 0,5 Prozent pro Monat

Steuerzahlerbund: Zinsen für Steuer-Nachforderungen müssen runter

Berlin - Der Bund der Steuerzahler hat angesichts der andauernden Niedrigzins-Phase eine deutlich geringere Verzinsung von Steuernachforderungen gefordert.

„Die Zinsen beim Finanzamt müssen runter“, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel der Deutschen Presse-Agentur. „Während Sparer sich mit fast gar keinen Zinsen zufrieden geben müssen, langt der Fiskus selbst ordentlich zu.“ Das sei unverschämt.

Sowohl für Steuernachforderungen durch den Fiskus als auch für Erstattungen des Finanzamtes fallen Zinsen von 0,5 Prozent pro Monat an. Die Zinsen werden erst ab dem 15. Monat nach dem Steuerjahr fällig. Auf das Jahr gerechnet ergibt sich ein Zinssatz von sechs Prozent. Das ist deutlich mehr als der marktübliche Zinssatz. Aufgrund der Niedrigzinsphase setzt sich der Steuerzahlerbund für eine Halbierung des Zinssatzes auf 3 Prozent pro Jahr ein.

Der Staat hat zuletzt auch in der Niedrigzinsphase kräftig aus den Zuschlägen auf Steuernachforderungen kassiert. In den Jahren 2014 und 2015 nahm der Fiskus nach Angaben des Bundesfinanzministeriums unterm Strich rund 1,92 Milliarden Euro Zinsen ein. Der Staat zahlt auch Zinsen bei Steuererstattungen - differenziert nach Erstattungs- und Nachzahlungszinsen wurde bei dem genannten Betrag aber nicht.

Der feste Zinssatz ist seit mehr als 50 Jahren unverändert. Nach Darstellung des Bundesfinanzministeriums ist er nach ständiger Rechtsprechung von Bundesverfassungsgericht und Bundesfinanzhof verfassungskonform. Er habe sich in der Praxis bewährt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Chinesische Währung in Weltwährungskorb aufgenommen

Washington (dpa) - Der chinesische Yuan ist von diesem Samstag an gemeinsam mit dem Euro, dem US-Dollar, dem japanischen Yen und dem britischen Pfund Teil des …
Chinesische Währung in Weltwährungskorb aufgenommen

Dax-Manager stärken Deutscher Bank den Rücken

Berlin (dpa) - Führende Manager von Dax-Konzernen stärken der angeschlagenen Deutschen Bank den Rücken. Sie betonten in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" die …
Dax-Manager stärken Deutscher Bank den Rücken

Kabinen-Beschäftigte: Air Berlin einigt sich mit Verdi

Air Berlin steht vor dem größten Umbau der Unternehmensgeschichte. Nun hat die angeschlagene Fluggesellschaft sich mit Verdi über die Arbeitsbedingungen der …
Kabinen-Beschäftigte: Air Berlin einigt sich mit Verdi

Chinesische Währung in Weltwährungskorb aufgenommen

Erstmals seit dem Euro nimmt der Internationale Währungsfonds mit dem Yuan wieder eine Währung in seinen Weltwährungskorb auf. IWF-Chefin Lagarde spricht von einem …
Chinesische Währung in Weltwährungskorb aufgenommen

Kommentare