Historischer Tiefststand

ADAC: 2013 so wenige Verkehrstote wie nie!

München - Die Zahl der Verkehrstoten ist nach einer aktuellen Prognose des ADAC im Jahr 2013 auf einen historischen Tiefststand gesunken.

Danach kamen in diesem Jahr im Straßenverkehr 3290 Menschen ums Leben - 300 weniger als noch im Vorjahr, wie der Automobilclub am Donnerstag in München mitteilte. Mit einem deutlichen Rückgang rechnet der ADAC auch bei der Zahl der Verunglückten sowie bei den Unfällen mit Personenschaden. Vor allem auf Landstraßen und bei jungen Autofahrern gab es der Statistik zufolge weniger tödliche Unfälle. Anfang Dezember hatte auch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden eine ähnliche Tendenz registriert.

Die Zahl der Verunglückten sinkt dem ADAC zufolge um 5,1 Prozent auf 376 000, bei den Unfällen mit Personenschaden gibt es einen Rückgang um 5,3 Prozent auf 290 000 Fälle. Bei der Gesamtzahl der Unfälle hat der ADAC ein leichtes Plus errechnet. Demnach gab es 2013 rund 2 370 000 Unfälle - das sind 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Besonders deutlich ist der Rückgang der Verkehrstoten in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen. Nach den ersten acht Monaten dieses Jahres war die Zahl um 32,5 Prozent auf 210 gesunken. Auffallend ist auch die Entwicklung auf Landstraßen, wo sich laut ADAC im Schnitt stets 60 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle ereignen. Hier gab es nach acht Monaten ein Minus um 16,6 Prozent auf 1240 Tote.

Unter anderem wirkte sich das schlechte Wetter im Mai und Juni positiv auf die Bilanz aus, weil deutlich weniger Zweiradfahrer unterwegs waren.

Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes werden bis Ende des Jahres rund 3300 Menschen auf den Straßen ums Leben gekommen sein, und damit noch einmal etwa zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Es werde voraussichtlich auch weniger Verletzte geben. Zu erwarten sei ein Rückgang um fast fünf Prozent auf 366 000 verletzte Verkehrsteilnehmer. Dies wäre der niedrigste Stand seit 1954. Die Prognose basierte auf den Zahlen von Januar bis September.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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