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"Wir liegen am Boden" sagt ADAC-Präsident Peter Meyer bei der ARD Talkshow "Günther Jauch" am Sonntagabend.

Bei "Günther Jauch"

ADAC-Präsident: "Wir liegen am Boden"

Prämien für Pannenhelfer und frisierte Zahlen - die Vorwürfe gegen den ADAC sind massiv. Bei Günther Jauch wollte ADAC-Präsident Peter Meyer wohl für seinen Club und seine Reformen werben.

Seit Wochen kommt der ADAC nicht mehr aus den Schlagzeilen. Der ADAC ist mit rund 19 Millionen Mitgliedern der größte Automobilclub in Europa.

Nach dem Manipulationsverdacht beim Autopreis "Gelber Engel" vergeht kaum ein Tag ohne neue Vorwürfe. Für ADAC-Boss Peter Meyer ist das bis jetzt aber immer noch kein Grund an einen Rücktritt zu denken. Am Sonntagabend war der ADAC-Chef Peter Meyer bei Günther Jauch in der ARD zu Gast. Das Thema der Sendung "Totalschaden ADAC- was ist das für ein Pannenverein?"

"Wir liegen am Boden", sagt ADAC-Präsident Peter Meyer. Rücktrittsgedanken habe er nicht. Das Präsidium wolle das Desaster selbst ins Reine bringen, so Meyer. Der ADAC-Chef kündigte eine grundlegende Reform des Autofahrerclubs an. „Wir werden die Axt anlegen und uns dabei von externen Beratern begleiten lassen“, sagte Meyer in der Talkshow bei „Günther Jauch“. „Wir wollen komplette Aufklärung und wir wollen eine deutliche Transparenz sofort einführen.“

Was genau bei der Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" schief gelaufen sei, wollte Moderator Günther Jauch wissen. ADAC-Chef Peter Meyer konnte dazu nichts neues sagen. Ihm lägen noch keine Ergebnisse vor. 

Das nur 3409 von 19 Millionen ADAC-Mitglieder abgestimmt hätten, verwunderte Franz Rother, stellvertretender Chefredakteur der "Wirtschaftswoche" überhaupt nicht. "Es gab ja keinen Preis - nicht mal einen Treppenlift zu gewinnen.", sagte Rother.

Nach einen Einspieler über die zweifelhafte Praxis der Pannenhelfer Autofahrern Batterien aufzuschwatzen, verteidigte Meyer das es Prämien beim Batterieverkauf gebe. Doch räumte er später ein, dass man auf so ein Provisionssystem komplett verzichten könne.

Auch die ADAC-Pannenstatistik sei nicht repräsentativ, das müsse künftig deutlicher betont werden. Kritik hagelte es vor allem deswegen, weil Einsätze, die der ADAC für Autohersteller fährt, nicht bei der Statistik berücksichtigt werden. Viele Hersteller geben Kunden in der Regel eine sogenannte Mobilitätsgarantie für die ersten drei Jahre nach dem Kauf. Der ADAC erfüllt diese Garantie dann im Auftrag der Hersteller.

Die Gäste beim Talkshow-Sonntag bei Günther Jauch im TV: Peter Meyer ADAC-Präsident, Uwe Ritzer Journalist von der Süddeutschen Zeitung, Ferdinand Dudenhöfer, Professor für Automobilwirtschaft, Franz Rother, stellvertretender Chefredakteur der "Wirtschaftswoche" und Journalistin Margaret Heckel.

Der ADAC-Skandal - eine Chronologie

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dpa/ml

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