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Bußgeldbescheide aus dem Ausland können teuer werden.

Der ADAC empfiehlt

Das sollen Sie mit Strafzetteln aus dem Ausland machen

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München - Strafzettel für zu schnelles Fahren und falsches Parken können im Ausland richtig teuer werden. So sollen Sie, dem ADAC zufolge, mit Ihren Knöllchen umgehen.

Strafzettel gehören zu den äußerst unbeliebten Andenken, die Autofahrer aus dem Ausland mit nach Hause bringen. Bußgeldbescheide für falsches Parken und zu schnelles Fahren können in anderen Ländern richtig teuer werden. Dennoch empfiehlt der ADAC die Knöllchen nicht zu ignorieren, sondern das Strafmaß zu prüfen und die Strafzettel umgehend zu bezahlen. Seit dem Jahr 2010 besteht die Möglichkeit Strafen aus EU-Staaten auch in Deutschland zu vollstrecken. Im Vergleich zu früher ist es heute daher keine gute Idee mehr, die Bescheide einfach auszusitzen.

Ab 70 Euro werden die Strafen vollstreckt - bei Fahrverboten und Punkten sieht es anders aus

Ab einer Bagatellgrenze von 70 Euro werden, laut ADAC, die Bußgelder aus dem EU-Ausland vollstreckt. Allerdings setzen sich die 70 Euro aus der Strafe und den anfallenden Verwaltungskosten zusammen, so dass beispielsweise Zahlungsaufforderungen von 35 Euro eingefordert werden können, falls die Verwaltungsgebühr weitere 35 Euro beträgt. Die gute Nachricht ist, dass ausschließlich Geldstrafen eingetrieben werden. Ein Fahrverbot im Ausland findet in Deutschland ebenso keine Gültigkeit wie etwaige anfallende Punkte.

Bei der Vollstreckung der Bußgelder sind die EU-Staaten unterschiedlich konsequent. Während Griechenland, Italien und Irland den "EU-Rahmenbeschluss zur Geldsanktionsvollstreckung" noch nicht umsetzen, lassen die Niederlande die angefallenen Strafen in Deutschland grundsätzlich durch das zuständige Bundesamt für Justiz eintreiben.

Freiwilliges bezahlen verhindert böse Überraschung beim nächsten Urlaub

Autofahrer, die ihre Strafen sofort begleichen, haben bei einer erneuten Einreise in das Land nichts zu befürchten. Denn rechtskräftige ausstehende Zahlungsaufforderungen verjähren beispielsweise in Italien erst nach fünf Jahren. Zu einer späteren Vollstreckung der Buße im Ausland kann es beispielsweise kommen, wenn Urlauber bei einer Verkehrskontrolle überprüft werden. Auch bei der Passkontrolle am Flughafen des Ziellandes fallen säumige Zahler häufig auf.

Grundsätzliche Skepsis sollten Autofahrer gegenüber Forderungen von Inkassobüros hegen. Die Unternehmen verweisen in ihren Schreiben zwar häufig auf den EU-Rahmenbeschluss, der besitzt für sie jedoch keine Gültigkeit. Andererseits ist es Behörden im Ausland rechtlich möglich, Bußgelder von Urlaubern an Ort und Stelle einzutreiben oder Sicherheitsleistungen zu verlangen.

Bei zu hohen Bußgeldbescheiden Einspruch einlegen

Bei fehlerhaften oder offenkundig zu hohen Bußgeldbescheiden rät der ADAC, unverzüglich Einspruch einzulegen und juristischen Beistand zu suchen. Urlaubern, die nicht unverzüglich reagieren und Einspruch einlegen, droht eine Vollstreckung.

Bei zügiger Bezahlung der Geldbuße gewähren viele Länder teils stattliche Rabatte. Je nach Land und der Art des Verkehrsverstoßes sind bis zu 50 Prozent Nachlass möglich, falls innerhalb bestimmter Fristen bezahlt wird. Besonders großzügige Rabatte gewähren Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Italien, Slowenien und Spanien.

deu

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