Adrenalin für den Stern

- Man muss schon ganz genau hinschauen, will man das Facelift von Mercedes bei seinem Edel-Roadster SL auch sehen. Leichte Retuschen an der Front, ein weißer Streifen in den Heckleuchten - das warâEuro™s praktisch schon. Unterm Blech aber gingen die Schwaben erheblich radikaler ans Werk: Neue Motoren, neues Getriebe, Aufrüstung beim Fahrwerk, direktere Lenkung und größere Bremsen zeigen da deutlich Wirkung, sollen dem legendären Mercedes-Zweisitzer nun wieder mehr Dynamik und Sportlichkeit mit auf den Weg geben.

Neu sind auch die Preise: Der SL kostet jetzt ab 81 550 Euro (SL 350). Das Spitzenmodell SL600 mit überarbeitetem Zwölfzylinder-Motor kommt auf knapp 134 100 Euro. Am meisten gewonnen hat aber die mittlere Variante, der SL 500 für rund 102 550 Euro. Der schwäbische Achtzylinder erfüllt jetzt endlich alle Anforderungen, die man an ein solches Aggregat stellt. Aus 5,5 Liter Hubraum scheint der Motor unendliche Kraft zu schöpfen und tatsächlich bedeuten 388 PS im Vergleich zum alten Aggregat eine Steigerung von 26 Prozent.

Dazu haben die Ingenieure dem SL 500 nun einen wahrhaft satten, dabei jedoch keinesfalls aufdringlichen Sound mit auf den Weg gegeben. Mehr Motor braucht man eigentlich nicht wirklich. Wobei jetzt anzumerken wäre, dass auch die Sechszylinder- Variante mit ihren 272 PS sehr großen Fahrspaß vermitteln kann und der Zwölfzylinder extrem leise, aber überaus rasant nach vorne stürmt, aber preislich ebenfalls in einer anderen Liga spielt. Der neue Fahrspaß im SL resultiert jedoch nicht nur aus der schieren Leistung. Die wunderbar direkte Lenkung und die serienmäßig eingebaute Siebengang- Automatik mit manueller Schaltfunktion tun das ihrige dazu. Ebenfalls ohne Aufpreis im Paket für den SL 500 enthalten: die zweite Generation des aktiven Fahrwerks ABC (Active Body Control). Es verringert die Karosseriebewegungen in dynamischen Fahrsituationen im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 60 Prozent.

Neben den dezenten Karosserie- Änderungen rundet ein aufgewertetes Interieur das Paket ab. Nicht vergessen sollte man bei den SL-Tugenden natürlich das famose faltbare Stahldach, das den Passagieren auf Knopfdruck in nur 16 Sekunden den Himmel eröffnet. Ohne Zweifel: Mit seinen Überarbeitungen hat der SL optisch und beim Fahrspaß deutlich gewonnen. Trotz aller Sportlichkeit und neuer Dynamik ist er im Grunde jedoch trotzdem der bewährte Cruiser geblieben. Ein Fahrzeug für souverän zu bewältigende Bergetappen beispielsweise, jedoch kein Kurvenräuber. Aber das würden seine Kunden ja irgendwie weder vom SL noch von der Marke erwarten.

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