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Alexander Dobrindt will weitere Elektrogeräte im Auto verbieten.

Auch Tablets und Co. lenken ab

Dobrindt will Handy-Verbot im Auto erweitern

Berlin - Ein Handy im Auto zu benutzen, ist gefährlich. Doch auch andere Elektrogeräte lenken den Fahrer ab. Verkehrsminister Dobrindt will deshalb einen Schritt weiter gehen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will das Handyverbot beim Autofahren ausweiten. Untersagt werden soll nicht nur der Gebrauch des Mobiltelefons, sondern auch der anderer elektronischer Geräte, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). "Die Linie des Ministers ist klar: Tabletcomputer wie das iPad fallen genauso unter das Verbot wie Handys", heißt es demnach aus dem Ministerium.

Dem Bericht zufolge arbeitet das Verkehrsministerium derzeit an einer entsprechenden Regelung und kommt damit einer Forderung der Länder nach. Die Verkehrsminister der Länder hatten im April in einem gemeinsamen Beschluss verlangt, das Handyverbot in der Straßenverkehrsordnung "allgemeiner" zu formulieren. Damit solle der Gesetzgeber "neue Entwicklungen bei der Kommunikationstechnik und im Nutzerverhalten erfassen, die in ähnlicher Weise die Verkehrssicherheit gefährden".

Derzeit dürfen Autofahrer laut Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung "ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss". Verstöße dagegen können mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet werden.

Der ADAC begrüßte das Vorhaben, warnte aber: Ohne mehr Kontrollen der Aufmerksamkeitssünder nütze auch eine Ausweitung der gesetzlichen Regelung nichts.

Unachtsamkeit am Steuer genauso gefährlich wie Alkohol

In einer ADAC-Studie aus dem vergangenen Jahr heißt es, Ablenkung spiele als Unfallursache eine ähnlich große Rolle wie Alkohol am Steuer. Schätzungen zufolge sei jedem zehnten Verkehrsunfall mit Personenschaden Unachtsamkeit der entscheidende Auslöser. "Vor allem Smartphones und Navigationsgeräte lenken Autofahrer vom Verkehrsgeschehen ab."

Demnach legen Fahrer, die bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern eine Sekunde lang unachtsam sind, rund 27 Meter im Blindflug zurück. Wer bei Tempo 50 fünf Sekunden auf Handy oder Navigationsgerät gucke, sei 70 Meter im Blindflug unterwegs.

AFP

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