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Souveräne Fahrsicherheit: Flaggschiff Superb Allrad ab 26 990 Euro

Auf allen Vieren

Skoda Superb und Octavia, beide neu aufgelegt und frisch gebügelt, treten in den neuen Gewändern auch wieder mit Allradantrieb an. Den gibt es beim Octavia leider nicht in der Limousine, sondern nur in der Combi-Version.

Der günstigste Allradler ist ein 1.9 TDI "Ambiente" mit 105 PS, der ab 24 750 Euro kostet. Der vergleichbare Fronttriebler kostet 22 930 Euro. Als 140 PS starker 2.0 TDI kostet der Allrad-Combi ab 26 730 Euro, und mit dem 1,8-l-TSI-Motor und 160 PS sind 25 390 Euro fällig.

Skodas Flaggschiff Superb ist bis jetzt nur als Limousine zu haben (ein Kombi folgt), und diese 4,83 Meter lange Nobelkarosse gibt es mit Allrad-Antrieb in drei Leistungsstufen: als 1.8 TSI mit 160 PS ab 26 990, als 2.0 TDI mit 170 PS ab 29 090 und als 3.6 V6 mit 260 PS ab 35 090 Euro. Bei gleicher Motorisierung liegen die Preise der Allradmodelle sowohl beim Octavia als auch beim Superb zwar jeweils um 1800 Euro über den Versionen mit Frontantrieb, dafür klettern aber auch Fahrvergnügen und Fahrsicherheit ein gutes Stück nach oben.

In beiden Autos arbeitet der Allradantrieb mit gleicher Technik: die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse erfolgt permanent, muss also nicht extra aktiviert werden, und funktioniert dabei variabel. Das besorgt eine vor der Hinterachse eingebaute Haldex-Lamellen-Visco- Kupplung, die je nach Fahrbahnoberfläche elektronisch gesteuert in Bruchteilen von Sekunden reagiert und die Antriebskräfte nach vorn oder hinten leitet.

Das bringt ein sehr gutes Traktionsvermögen und sicheres Vorankommen auf unbefestigten Fahrbahnen, Nässe oder winterlichen Straßenverhältnissen. Als Fahrer spürt man davon nichts, nur, dass es unter allen Bedingungen rutschfrei voran geht.

Gegenüber den Octavia- und Superb- Versionen mit Frontantrieb gehen die Allradler weniger untersteuernd, sondern neutral durch die Kurven, schieben also weniger über die Vorderräder. Das gibt ein gutes Fahrgefühl, die Autos wirken agil. Angenehm auch: der Wendekreis (Octavia: 10,2 Meter, Superb: 11,5 Meter) ist gegenüber den vorn angetriebenen Modellen unverändert, und beim Rangieren gibt es keine Verspannungen im Antriebsstrang, die man von zuschaltbaren Allradantrieben kennt.

Besonders gut gefiel uns in beiden Modellen der 2,0-l-TDI, der im Octavia Combi 4x4 140 PS leistet, mit einem Drehmoment von 320 Nm bereits ab 1750 Umdrehungen kräftig durchzieht und dabei mit einem Verbrauch von 6,3 l/100 km (CO2: 165 g/km) erfreulich sparsam bleibt. Im Superb leistet der 2,0-l-Motor 170 PS und bringt mit 350 Nm ab 1750 Umdrehungen etwas mehr Drehmoment auf. In der großen Limousine - die immerhin im Luxus-Segment angesiedelt ist- liegt der Verbrauch mit 6,4 l/100 km (CO2: 168 g/km) geradezu sensationell niedrig. Das Topp-Modell, der 3.6-l-Sechszylinder mit 260 PS, fährt zwar deutlich kultivierter und im Spitzentempo schneller, zieht mit ebenfalls 350 Nm aber nicht besser durch, und ist mit 10,1 l/100 km und 235 g CO2/km entschieden Umweltunfreundlicher.

Unsere Meinung: Octavia und Superb bieten als Allradler vor allem in den Basisversionen ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und gefallen besonders mit den 2,0-l-Diesel- Motoren.

RBS

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