Traditionshersteller Jeep elektrifiziert seine Palette, spendiert unter anderem dem Renegade (Bild) einen Plug-in-Anrieb. Foto: Alberto Giorgio Alquati/Jeep/dpa-tmn
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Traditionshersteller Jeep elektrifiziert seine Palette, spendiert unter anderem dem Renegade (Bild) einen Plug-in-Anrieb. Foto: Alberto Giorgio Alquati/Jeep/dpa-tmn

Renegade und Compass

Als erste Jeep-Modelle mit Plug-In-Hybrid

Jeep verpasst seinen Geländewagen einen Stecker. So gibt es die Modelle Renegade und Compass ab September als Plug-in-Hybrid. Aber das ist nur der Anfang.

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Jeep entdeckt die Elektromobilität und will schrittweise seine gesamte Modellpalette unter Strom setzen: Bereits 2022 soll in jeder Baureihe mindestens eine elektrifizierte Variante angeboten werden, so der Hersteller.

Der Bogen soll vom Mild-Hybriden mit 48 Volt-Technik bis zum reinen Akku-Auto gespannt werden. Den Anfang machen jetzt die beiden technisch identischen, im Format aber um 20 Zentimeter auseinander gerückten Kompakt-Modelle Renegade und Compass, die im September als Plug-in-Hybrid in den Handel kommen. Der kleinere Renegade startet dem Hersteller zufolge bei 37 237 Euro, für den Compass werden 41 136 Euro aufgerufen.

Bis zu 50 Kilometer rein elektrische Reichweite

Beide Modelle fahren mit dem gleichen Antrieb: Er besteht aus einem 1,3-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit wahlweise 96 kW/130 PS oder 133 kW/180 PS im Bug, einem E-Motor mit 44 kW/60 PS an der Hinterachse und einem Akku im Mitteltunnel. Diese Batterie, die an der Steckdose binnen fünf Stunden geladen ist, hat eine Kapazität von 11,4 kWh und erlaubt laut Hersteller bis zu 50 Kilometer rein elektrisches Fahren bei maximal 130 km/h. Arbeiten beide Motoren im Team, liegt die Systemleistung bei 140 kW/190 PS oder 177 kW/240 PS.

Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt im besten Fall in 7,1 Sekunden und die schnellste Variante erreicht 200 km/h. Dabei geben die Amerikaner den Verbrauch mit Werten zwischen 1,9 und 2,1 Litern (44 bis 48 g/km CO2). Wie es sich für einen Jeep gehört, fährt auch der Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb. Ein besonders starker Riemengenerator am Benziner sorgt dafür, dass ihm nie der Saft ausgeht. Denn er liefert auch dann genügend Strom für den E-Motor, wenn der Akku leergefahren sein sollte, erläutern die Ingenieure.

Nur die Hybride bekommen Allradantrieb

Von diesem Prinzip und von der sofortigen Verfügbarkeit der 250 Nm elektrischen Drehmoments sind die Entwickler so überzeugt, dass sie bei den konventionellen Varianten den Allradantrieb bereits gestrichen haben: Wer Renegade und Compass als reine Benziner bestellt, muss mit Frontantrieb vorlieb nehmen.

© dpa-infocom, dpa:200730-99-979433/2

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