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Alte Liebe rostet nicht: Das Autokennzeichen WOR für Wolfratshausen soll bald wieder zu haben sein.

Lokale Identität stärken

Bald alte Autokennzeichen BUL, SOG und WOR?

München - Edmund Stoiber hat nun die Qual der Wahl, wenn es um sein neues Autokennzeichen geht. Das alte Kürzel WOR für Wolfratshausen soll jetzt nach 40 Jahren wieder zu haben sein.

Die Staatsregierung hat der Wiedereinführung der seit 1972 nicht mehr vergebenen alten Auto-Nummernschilder ihren endgültigen Segen erteilt. Damit sollen lokale Identität, regionale Wirtschaft und Tourismus gestärkt werden, wie Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) am Montag nach der Kabinettssitzung mitteilte. Damit ist der Weg frei für die Wiedereinführung von BUL, SOG und WOR - die alten Kennzeichen von Burglengenfeld, Schongau und Edmund Stoibers Wohnort Wolfratshausen.

Insgesamt könnten in Bayern die Bürger in fast 100 Kleinstädten und ehemaligen Landkreisen, die bei der Gebietsreform 1972 ihre Eigenständigkeit einbüßten, künftig wieder mit eigenem Nummernschild fahren.

Allerdings sind Stolpersteine möglicherweise nicht ganz ausgeschlossen: Voraussetzung für die Wiedereinführung ist, dass das örtliche Landratsamt - oder das Rathaus einer kreisfreien Stadt - zustimmt. Viele Landräte aber halten die Wiedereinführung der alten Nummernschilder für wenig sinnvoll, wie Landkreispräsident Jakob Kreidl (CSU) bereits im Sommer moniert hatte.

Der Städtetag reagierte daher missgestimmt. „Für einzelne Städte, die früher eine eigene Buchstabenkombination hatten, ist die Wiedereinführung ein Herzensanliegen“, sagte Geschäftsführer Bernhard Buckenhofer. Allerdings wäre es besser, wenn die betroffenen Städte selbst entscheiden könnten. „Es ist bedauerlich, dass dies nicht den Städten selbst überlassen ist, sondern dass die jeweiligen Landkreise befinden, ob ein Wunschkennzeichen möglich ist. Ein solches "Veto-Recht" der Landkreise ist nicht hilfreich.“

Die Wiedereinführung der alten Nummernschilder war eigentlich bereits für den Herbst avisiert, hat sich aber etwas verzögert. Zunächst musste der Bundesrat die Änderung der Fahrzeugzulassungsverordnung genehmigen. Auf Bundesebene kam der Anstoß zur Wiedereinführung der alten Nummernschilder von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU).

dpa/lby

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