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So sollten die Leichtmetallfelgen mit Sommerreifen nicht eingelagert werden - der Dreck muss runter. Foto: Andrea Warnecke

Alufelgen vor dem Einlagern auf die sanfte Tour säubern

Losheim am See (dpa/tmn) - Aus den Augen, aus dem Sinn: Nach diesem Motto sollten Alufelgen mit Sommerbereifung auf keinen Fall bis zum nächsten Frühjahr im Keller verschwinden. Die schmucken Autoräder brauchen nach dem Saisoneinsatz fachmännische Pflege.

Bremsstaub, Bitumenspritzer und anderer Schmutz können ziemlich hartnäckig an Leichtmetallfelgen haften, die jetzt mit den Sommerreifen ins Winterquartier wandern. Damit die Aluräder im nächsten Frühjahr wieder hübsch am Wagen glänzen, sollten sie vor dem Einlagern gründlich gereinigt werden - aber nicht mit Hochdruck.

"Der harte Wasserstrahl eines Hochdruckreinigers kann den Reifen beschädigen", warnt Hans-Georg Marmit von der Kfz-Sachverständigenorganisation KÜS. "Waschen Sie die Felgen zunächst mit einem groben, aber nicht zur harten Schwamm und Autoshampoo ab. Schwer zugängliche Stellen erreicht man mit einer Felgenbürste aus dem Fachhandel." Sind die Felgen danach noch nicht ganz sauber, empfiehlt sich Backofenreiniger laut Marmit als Hausmittel. Oder man greift zu Felgenreiniger. "Der sollte allerdings säurefrei und möglichst umweltverträglich sein", betont der KÜS-Sprecher.

Zum Nachbearbeiten der gereinigten Leichtmetallräder nach dem Trocknen eignet sich gewöhnliche Karosseriepolitur. Eine Einschränkung gelte für verchromte und lackierte Felgen: "Diese nur mit speziell dafür entwickelten Reinigern und Polituren behandeln, andere Produkte können die Oberfläche beschädigen."

Wer die Sommerräder seines Wagens selber und nicht beim Händler einlagert, sollte einen kühlen, dunklen, trockenen und leicht belüfteten Platz beispielsweise im Keller oder in der Garage dafür auswählen, rät Marmit. Unter diesen Bedingungen bleiben die Gummis länger geschmeidig und wichtige Eigenschaften wie die Bodenhaftung besser erhalten.

Die Kompletträder sollten auf einem Felgenbaum oder an Wandhaken aufgehängt werden, um Druckstellen und Beulen an den Reifen zu vermeiden. Wer dazu keine Möglichkeit hat, lagert sie lieber stehend als liegend, da die Reifenflanken empfindlicher als die Lauffläche seien. Der Luftdruck sollte um 0,5 bar über den vom Hersteller empfohlenen Mindestfülldruck erhöht werden.

Wenn das Profil der Sommerreifen nur noch drei Millimeter tief ist, lohnt das Einlagern eigentlich nicht mehr: "Dann ist die Zeit für einen neuen Reifensatz gekommen", sagt Marmit. Der Gesetzgeber schreibe zwar nur mindestens 1,6 Millimeter vor. Doch ab drei Millimetern Profiltiefe oder weniger ließen sicherheitsrelevante Qualitäten deutlich nach.

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