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Anders als es sein sollte

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- Geschwindigkeitsmessungen sind oftmals zu ungenau

Häufigste Ursache für falsche Messergebnisse sind Bedienungsfehler, zum Beispiel, wenn das Gerät in einem falschen Winkel zur Fahrbahn aufgestellt wird. Wechselt ein Fahrzeug im Messstrahl die Spur, kann das Ergebnis ebenfalls verfälscht werden. Bebauung, Schutzplanken aber auch größere parkende Fahrzeuge wie Reisebusse oder Lastkraftwagen können zu Reflexionen des Radarstrahles führen. Schlimmstenfalls wird dann das Fahrzeug eines unbeteiligten Verkehrsteilnehmers im Foto fest gehalten, während der eigentliche Übeltäter unbehelligt bleibt.

ADAC-Jurist Dr. Michael Ludovisy weist auf die weit reichenden Folgen von Fehlmessungen hin. "Schon ein bis zwei Kilometer zu viel können darüber entscheiden, ob ein Autofahrer eine Geldbuße, Flensburgpunkte oder gar ein Fahrverbot erhält. In solchen Fällen raten wir betroffenen Autofahrern, im Zweifelsfall den Messvorgang mit Hilfe eines Anwalts überprüfen zu lassen." Um jedoch beurteilen zu können, ob bei der Messung alles korrekt verlaufen ist, müssen die Behörden vollständige, unbeschnittene Beweisfotos vorlegen. Damit das Vertrauen der Autofahrer in die Verkehrsüberwachung nicht Schaden nimmt, fordert der ADAC die Verkehrsüberwachungsbehörden und Kommunen auf, das Bedienungs- und Auswertungspersonal intensiver zu schulen und sich beim Betrieb der Radargeräte streng an die Vorschriften der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zu halten.

Der ausführliche Test der Radargeräte ist in der Dezemberausgabe der ADAC-Motorwelt erschienen, weitere Informationen finden sich im Internet unter www.adac.de.

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