Angriff aus Korea

- Koreas Autobauer Hyundai hängt sich ganz schön aus dem Fenster. Denn er will jetzt auch bei uns in der oberen Mittelklasse und der Oberklasse kräftig mitmischen. Einerseits mit dem neuen Sonata, der dieser Tage zu den Händlern rollt. Andererseits mit dem neuen Flaggschiff Grandeur, das ab Sommer verkauft wird und das die europäische Oberklasse ins Visier nimmt. Überdies haben sich die Koreaner auch noch das ehrgeizige Ziel gesetzt, die zuverlässigsten Autos rund um den Globus zu bauen. Ganz schön mutig, die Herren aus Korea, denn gerade in diesen Klassen ist die Konkurrenz in Europa doch ziemlich hart.

<P>Die fünfte Generation des Hyundai Sonata ist in Korea bereits das meistverkaufte Auto und in den USA wurde er gerade als zuverlässigstes Modell unter allen Fahrzeugen ausgezeichnet. Das könnte auch mögliche deutsche Käufer von seinen Qualitäten überzeugen. Der Sonata kommt zweckmäßig und ohne Schnörkel daher. Mit einer Länge von 4,80 m und einem Radstand von 2,73 m bietet er vor allen Dingen viel Platz. Nicht nur im Gepäckraum mit einer Ladekapazität von 523 Liter, sondern auch im Innenraum. </P><P>Dort sitzt man bequem auf komfortablem Gestühl und hat ausreichend Bein- und Kopffreiheit. Hier gleich eine erste Kritik: Wer in der europäischen Premienklasse bestehen will, muss auch in der Wahl seiner Materialien und bei der Haptik besonders gut sein. Da fehlt es beim Sonata doch noch. Keine Kritik dagegen in Sachen Sicherheit: Sechs Airbags, aktive Kopfstützen und fünf Automatikgurte mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer sind mit an Bord. </P><P>Auch die Serienausstattung ist recht umfangreich: Klimaautomatik, ESP, Bordcomputer und Leichtmetallfelgen sind dabei, als Option gibt es ein Comfortpaket, das u.a. Ledersitze mit Sitzheizung, einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz und eine Einparkhilfe beinhaltet. Angetrieben wird der Sonata von einem 2,4-l-Triebwerk mit 162 PS. Der Vierzylinder bietet gute Fahrleistungen (Spitze 212 km/h), ist sparsam und wird in Serie mit einem Fünfgang-Schalter oder auf Wunsch mit einer Vierstufen-Automatik angeboten. </P><P>Noch bessere Fahrleistungen und mehr Komfort bietet ab Sommer ein 3,3-l-V6 mit 235 PS. Ab Dezember folgt dann noch ein 2.0-l- Diesel mit 135 PS und Partikelfilter. Verbesserungswürdig ist in unseren Augen das etwas unkomfortable Fahrwerk, das besonders auf schlechten Strassen nicht nur Freude macht. Doch alles in allem macht der Hyundai Sonata einen recht guten Eindruck - und er ist vor allen Dingen kostengünstig. Mit einem Einstiegspreis von 22 990 Euro ist er im Schnitt um bis zu 4000 Euro billiger als die etablierte Konkurrenz. Das ist eine ganze Menge Geld.</P>

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