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Audi, die Marke mit den Vier Ringen, will 2014 insgesamt 17 neue Modelle und Derivate auf den Markt bringen.

Rekordjahr beim Ingolstädter Autobauer

Audi: Die Welt der vier Ringe im tz-ABC

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Ingolstadt - Hauptversammlung bei Audi und Konzerncher Rupert Stadler feiert trotz leichtem Gewinnrückgang ein Rekordjahr. Die tz präsentiert die Welt der vier Ringe im Audi-ABC:

  • A3: Die Kompaktklasse ist der Wachstumstreiber des Unternehmens. Noch heuer startet der A3-Verkauf in den USA und China.
  • Beschäftigte: Audi wächst. Im Jahr 2013 sind 6400 neue Mitarbeiter dazu gekommen, über 3000 davon an den Heimatstandorten Ingolstadt und Neckarsulm. Weltweit arbeiten 73.751 Menschen bei Audi. Für das vergangene Jahr haben die Tarifbeschäftigten eine Ergebnisbeteiligung von durchschnittlich 6900 Euro erhalten.
  • China: Der größte Absatzmarkt des Konzerns. Hier verkauft Audi 31 Prozent seiner Autos, ist Premium-Hersteller Nummer Eins. Insgesamt hat Audi dort 492.000 Autos abgesetzt – bald 20 Prozent mehr als im Vorjahr. 2014 will Audi erstmals mehr als eine halbe Millionen Autos verkaufen. Aber derzeit schwächelt die Konjunktur in China – und wegen der starken Luftverschmutzung in den chinesischen Millionenstädten drohen Zulassungsbeschränkungen für Pkw.
  • Dividende: Das Reizthema unter den wenigen unabhängigen Aktionären von Audi. Vier Euro bekommen sie, bei einem Aktienkurs von aktuell 629,50 Euro. Das Unternehmen wird von Volkswagen beherrscht, die Wolfsburger halten 99,55 Prozent der Aktien – ein Großteil des Gewinns wird an den Mutterkonzern abgeführt.
  • E-tron: Mittelfristig setzt Audi auf Plug-In-Hybride. Deshalb legt Audi einen Schwerpunkt auf die e-tron-Reihe. „Der A3 e-tron ist erst der Anfang. Wir bringen ab sofort jedes Jahr einen neuen Audi e-tron auf den Markt“, kündigt Stadter an. Gleichzeitig will Audi auch durch effizientere Motoren den Spritverbrauch seiner Flotte senken.
  • FAW: Das Joint-Venture, das in China die Audi-Modelle fertigt. Audi ist an dem Unternehmen mit zehn Prozent beteiligt.
  • Györ: Im ungarischen Györ hat Audi 2013 eine neue Fabrik eröffnet – eine von zwölf Fabriken in zehn Ländern, erstmals stehen mehr im Ausland als zu Hause.

Audi setzt bei Produktion zu 100 Prozent auf Öko-Strom

  • Heimatmarkt: Wachstum gibt’s anderswo. Audi verkauft hierzulande nur ähnlich viel Autos wie 2006. Trotzdem ist der Marktanteil von 7,6 auf 8,9 Prozent gestiegen.
  • Investitionen: Andere Autokonzerne legen Sparprogramme auf – Audi macht das Gegenteil. Bis 2018 will der Konzern 22 Milliarden Euro investieren – für neue Modelle (70 Prozent), Innovationen und den Ausbau der Fertigungsstätten. Auf Deutschland fällt dabei etwa die Hälfte der Investitionen.
  • Jugendliche: Audi hat im vergangenen Jahr 750 Jugendliche als Auszubildende angestellt.
  • Kohlendioxid-neutrale Mobilität: Audi versucht nicht nur den Verbrauch der Fahrzeuge zu senken, sondern auch bei der Produktion. In Ingolstadt stammen mittlerweile 100 Prozent des Stroms aus regenerativer Energie.
  • Lamborghini: 2127 Autos der italienischen Edelsportmarke hat Audi im vergangnen Jahr verkauft.
  • Modelle: Audi will seine Modellpalette stetig erweitern – bis zum Jahr 2020 soll es über 60 Audi-Modelle geben. Im vergangenen Jahr hat Audi 15 neue Modelle und Derrivate auf die Straße gebracht, 2014 sollen es 17 sein.

Audi tut sich mit der Entwicklung von Assistenzsystemen hervor

  • Nordamerika: In den USA hat Audi erstmals über 150.000 Autos verkauft (+ 13,5 Prozent). Ziel für 2020 sind 200.000 verkaufte Fahrzeuge. Dabei soll ein neues Werk in Mexiko helfen, 2016 fährt dort der Nachfolger des Q5 vom Band.
  • Operatives Ergebnis: Bei allem Jubel: Das operative Ergebnis ist gegenüber dem Jahr 2012 um 6,2 Prozent zurückgegangen – auf 5,03 Millionen Euro. Hier machen sich die Investitionen in neue Technologien und Modelle bemerkbar.
  • Pilotiertes Fahren: Der Konzern entwickelt vielfältigste Assistenzsysteme, vom Spurhaltesystem bis zum Effizienz-Steigerungssystem für geringeren Spritverbrauch.
  • Quote: Gerade mal zwei Damen sitzen auf dem Podium – ein Wert, der auch Gegner einer Quotenregelung zum Kopfschütteln brachte.
  • Rekordjahr 2013: Audi gibt Gas. Die Ingolstädter wollten 2015 über 1,5 Millionen Autos im Jahr verkaufen. Das ist bereits im vergangenen Jahr gelungen dank eines 8,3 Prozent-Plus gegenüber 2012. 2014 startete gut für Audi: Mit 413.000 verkauften Fahrzeugen feiert Audi das beste Startquartal aller Zeiten.

2020 will Audi zwei Millionen Autos verkaufen

  • Sport: Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans hat Audi mit dem R18 e-tron quattro den Titel mit einem Hybrid-Rennwagen eingefahren, in der DTM räumte Mike Rockenfeller für Audi den Sieg ab.
  • TT: Der neue TT, vorgestellt auf dem Genfer Autosalon, ist der Star bei der Hauptversammlung.
  • Umsatzrendite: Sie lag 2013 bei 10,1 Prozent. Etwas niedriger als 2012, aber immer noch über dem Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent.
  • Vorstand: Audi-Chef Stadler hat seinen Vertrag gerade erst um fünf Jahre verlängert.
  • Weltmarkt: Audi erwartet für 2014 ein geringeres Wachstum für den Gesamtmarkt, will seine eigenen Ausführungen aber steigern.
  • Ziel: 2020 sollen 2 Millionen Autos verkauft werden und Audi die Premium-Marke Nummer Eins werden.

Marc Kniepkamp

Die Kompaktklasse ist der Wachstumstreiber des Unternehmens. Noch heuer startet der A3-Verkauf in den USA und China.

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