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Der Audi Q2 ist 4,20 Meter lang und damit kürzer als ein Audi A3. Und auch 20 Zentimeter kürzer als der Q3.

Zuwachs in Ingolstadt

Audi Q2: Der coole kleine Bruder

Kompakte SUV sind derzeit gefragt: Mit dem neuen Q2 will Audi nun das Einstiegssegment bei den SUV aufmischen.

Mit sportlichem Handling, feiner Ausstattung und modernstem Infotainment sowie Konnektivität soll er vor allem jüngere Kunden überzeugen. Wir konnten das Spaßmobil schon mal in Augenschein nehmen.

Optik

Der bullige Zwerg ist eigentlich ein Großer. Das 4,20 Meter lange hochbeinige SUV hat einen sportlich-robusten Look und mehr Ecken und Kanten als seine größeren Brüder. Auffälligstes Designmerkmal neben dem wuchtigen Oktagon-Grill sind die sogenannten Blades auf der C-Säule, die es optional abgesetzt in schrillen Farben wie Vegas-Gelb, Tangorot oder Korallenorange gibt. Auffällig am Heck sind zudem neben dem Diffusor mit Unterfahrschutz-Optik die „wischenden“ laufenden Blinklichter.

Innenraum

Als Kompakt-SUV tritt er z. B. gegen den Mini Coun­tryman an. Links: das hochwertige Innenleben

Der ist größer, als es von außen den Anschein hat. An Interieur bietet der Q2 eine Ausstattung wie in der Oberklasse – mit virtuellem Cockpit-Display, hinterleuchteten Blenden und bequemen Ledersitzen. In das Mini-SUV kann man sehr bequem ein- und aussteigen. Zum Vergleich: Man sitzt acht Zentimeter höher als im A3. 

Die Rücksitzlehnen lassen sich dreifach teilen und umlegen. Das Ladevolumen beträgt zwischen 405 bis 1050 Liter. Für Sportgeräte oder längere Baumarkteinkäufe gibt’s optional eine Durchlade, ebenso eine elektrische Heckklappe. Kleines Manko: Die Ladekante ist ziemlich hoch.

Technisches Zubehör

Neben dem farbigen digitalen Cockpit-Display gibt’s optional auch ein Head-up-Display. Auf der Mitte des Armaturenbretts prangt ein bis zu 8,3 Zoll großer Breitbild-Monitor fürs Infotainment. Ein WLAN-Hotspot ermöglicht das Surfen über die Audi-Internetverbindung. Zum kabellosen Aufladen von Smartphones befindet sich in der Mittelarmlehne eine Phonebox. An Sicherheitshelfern ist serienmäßig zunächst nur ein Notbrems-Assistent an Bord. Gegen Aufpreis gibt’s dann u.a. einen Abstandstempomaten mit Stauassistent, der bis Tempo 65 km/h kurzzeitig selbstständig die Lenkung übernehmen kann, sowie Spurwechsel-, Spurhalte- und Parkassistent.

Fahrspaß

In Sachen Fahrkomfort und Agilität ist der Q2 formidable. Das adaptive Fahrwerk bietet einen Mix aus Komfort und Sportlichkeit. Auch wenn der Ingolstädter kein echtes SUV ist, dank der Bodenfreiheit von 15 Zentimetern schlägt sich der Q2 auch auf rauem Untergrund gut und bügelt selbst größere Unebenheiten rückenschonend aus. Auf kurvigen Strecken entwickelt er gar echte Gokart-Ambitionen. Durch die serienmäßige neue Progressivlenkung lässt sich das Spaßmobil im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen mit wenig Lenkaufwand agil und präzise bewegen. Mit nur einer halben Lenkradumdrehung bewältigen wir z. B. 180-Grad-Serpentinen quasi aus dem Handglenk.

Motoren

Autor Uwe Fajga nahm den kleinen Q unter die Lupe.

Für den Q2 gibt’s sechs Motoren – drei Benziner und drei Diesel mit jeweils 116, 150 und 190 PS. Die beiden Topversionen sind serienmäßig mit Quattro-Allradantrieb und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstet. Der nur 1,2 Tonnen leichte Basis-Benziner, der 1,0 TFSI mit 116 PS, zeigt sich im Stadtverkehr erstaunlich elastisch und drehfreudig und ist dazu kaum hörbar. Mit 7,4 Litern pro 100 km liegen wir am Ende knapp zwei Liter über dem Normverbrauch.

Bei den Dieseln ist der 2,0-Liter-Turbobenziner mit 150 PS eine gute Wahl. Er beschleunigt in 8,5 Sekunden von null auf 100 km/h, in der Spitze macht er 212 km/h. Auffällig ist auch hier die Laufruhe. Mit 6,8 Litern Verbrauch liegen wir nur knapp über dem Normwert.

Preise

Der kompakte SUV ist ab sofort bestellbar und wird ab November ausgeliefert. Der Grundpreis beträgt 22 900 Euro für den 1.0 TFSI, 24 900 Euro für den 1.4 TFSI mit 150 PS und 31 800 Euro für den Top-TFSI mit 190 PS. Die Diesel starten bei 25 850 Euro für den 1,6 TDI mit 116 PS, 28 150 Euro für den 2,0 TDI Quattro mit 150 PS und 34 000 Euro für den 2,0 TDI Quattro mit 190 PS.

Fazit

Der Q2 ist klein, aber oho. Und hat das Zeug dazu, ein ganz Großer zu werden. 

Uwe Fajga

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