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Audis Hammer-SUV: der neue SQ7.

SUV mit 453 PS

Audi SQ7: Der Diesel-Hammer

Es gibt reichlich Sport-Versionen von ganz normalen Serienautos, bei denen es nur auf möglichst hohe Leistung, auf eine blitzartige Beschleunigung und eine hohe Spitze ankommt. Beim Audi SQ7 ist das ganz anders. 

Das erste S-Modell des großen SUV bietet alle diese drei Sport-Effekte mehr oder weniger nebenbei. Aber er ist weit mehr als nur einfach brutal stark: Er ist ein echter Pionier.

Vorreiterrolle: Audi SQ7

„Der SQ7 übernimmt die Rolle des Vorreiters“, beschreibt Projektleiter Klaus Bugelnig die Rolle des schnellen Allradlers. Das liegt am ganz speziellen Antrieb und an der Elektrik des ab Mitte Mai bestellbaren Technologieträgers. Denn sein neu konstruierter Vierliter-V8-TDI wird gleich dreifach zwangsbeatmet, nämlich durch zwei Abgas-Turbolader und durch einen EAV.

Das hat aber nichts mit einer bekannten österreichischen Musikgruppe zu tun, sondern ist die Abkürzung für elektrisch angetriebener Verdichter. Der greift dem Diesel blitzschnell und nachdrücklich unter die Arme, wenn beim Beschleunigen Kraft gebraucht wird, die Turbos aber noch nicht liefern können.

In 4,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100

Innerhalb von einer Viertelsekunde baut der EAV seine volle Leistung auf – und macht auf diese Weise dem berüchtigten Turboloch endgültig den Garaus. Der Effekt ist beachtlich. Bei ersten Testfahrten wirkte der Beschleunigungsvorgang im 435 PS starken SQ7 wie der von der Sitzhöhe her völlig abgehobene Blitzstart eines echten Sportwagens. Faszinierend, wie das Zusammenspiel der drei Lader das gut 2,3 Tonnen schwere Gerät in Schwung bringt. In Zahlen ausgedrückt geht es um einen Sprint von 0 auf Tempo 100 in 4,8 Sekunden und um elektronisch eingebremste 250 Stundenkilometer Spitze. Gefühlt ist es schlicht ein echter Dreifach-Hammer.

Möglich macht den Einsatz des Verdichters eine weitere Neuheit im SQ7, nämlich das 48-Volt-Teilbordnetz mit eigener Lithium-Ionen-Batterie im Heck. Das sorgt dafür, dass der EAV genügend Leistung ziehen kann. Und es erfüllt noch einen weiteren Zweck. Denn der große Allrad-Audi ist der Erste mit einer optional bestellbaren, elektromechanischen aktiven Wankstabilisierung (EAWS). Die sorgt für ein straffes, knackiges Handling, reduziert die Seitenneigung und ermöglicht sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten. Der Ingolstädter Bolide liegt wirklich phänomenal gut auf der Straße, dabei nerven die elektronischen Helfer nicht mit sportlicher Härte. Auch diese Neuheit ist wirklich beeindruckend.

Nun ist der hohe technische Aufwand natürlich kein Selbstzweck. Audi verfolgt damit eine klare Verbrauchs- und Emissionssenkungs-Strategie. Wie üblich starten neue Techniken wie das 48-Volt-Netz, EAV und EAWS in den großen Modellreihen. Aber nach und nach werden auch die kleineren Fahrzeuge davon profitieren. Das Stichwort lautet Hybridisierung: Durch das zusätzliche Netz ist es beispielsweise möglich, Generatoren zwischen Motor und Getriebe mit ausreichend Strom zu versorgen, um den Verbrenner etwa beim Beschleunigen zu unterstützen – und damit Sprit zu sparen.

Das verbraucht der Audi SQ7

Ein Schluckspecht ist auch der überaus kräftige SQ7 nicht. Je nach Bereifung liegt sein Normverbrauch zwischen 7,2 und 7,5 Litern, bei den Testfahrten genehmigte sich der wunderbar sonor aus seinen vier viereckigen Endrohren brabbelnde V8 um die zehn Liter. Für derart viel Auto mit auf Wunsch sieben Sitzen ist das eine reelle Sache.

Der SQ7 kostet mindestens 89 900 Euro, die Basisausstattung ist allerdings recht üppig. Bis zu 24 Assistenzsysteme lassen sich auf Wunsch installieren, klar, dass sich der Vorreiter auch in diesem Bereich keine Blöße gibt. Ausgeliefert werden die ersten SQ7 im Sommer.

Das ist der neue Audi Q7

Rudolf Huber

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