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Audi läutet mit TT Roadster die Open-Air-Saison ein: Das Verdeck öffnet und schließt sich in zehn Sekunden. Das lässt sich auch im Fahren bei Geschwindigkeiten bis Tempo 50 erledigen.

Open-Air-Saison

Audi TT Roadster: Frisches für Frischluft-Fans

Es ist soweit: Audi läutet mit TT Roadster die Open-Air-Saison ein. Frühlingshafte Temperaturen hin oder her - im neuen Audi TT Roadster ist einem das Wetter fast egal.  

Das Thermometer zeigt zapfige sechs Grad Celsius an, am Himmel über Mallorca ziehen sich dunkle Wolken zusammen. Audi war von bereits einsetzender Mandelblüte ausgegangen und wollte dort Anfang Februar mit der Fahrvorstellung seines neuen TT Roadster und des TTS Roadster die Open-Air-Saison einläuten. Aber was ein Frischluftfanatiker ist, den können ein paar kühle Regentropfen nicht schrecken.

Wir steigen in einen Audi TT Roadster (4,18 Meter lang), angetrieben von einem 2.0 TFSI mit 230 PS, 370 Nm Drehmoment und optionaler Sechgang-S-Tronic. Jenes Modell also, von dem die Ingolstädter ausgehen, dass es sich am besten verkauft. Der Lack ist Florettsilber – passt gut zum grauen Himmel über uns. Noch auf dem Parkplatz öffnen wir das Dach: In zehn Sekunden ist das 39 Kilo schwere Verdeck eingefahren (und später wieder ausgefahren). Das ließe sich aber auch während der Fahrt bei bis zu 50 km/h erledigen. Weil es sich beim Öffnen zu einem flachen Paket zusammenfaltet, beschneidet es den knappen Stauraum von 280 Litern nicht zusätzlich.

Wie gut, dass unser Exemplar über eine Kopfraumheizung verfügt! Sie bläst warme Luft in den Nacken. Leider nur optional für 460 Euro extra, aber lohnenswert. Optional gegen 350 Euro Aufpreis ist auch die Beheizung unserer ebenfalls keinesfalls serienmäßigen Sportsitze (690 Euro plus). Weil wir angenehm tief in den edel gesteppten Ledersitzen versinken und das Windschott (elektrisch ein- und ausfahrbar, optional im TT Roadster für 450 Euro, TTS Serie) eine gute Arbeit leistet, sind wir nun zwar oben offen, aber dennoch windgeschützt auf die angenehme Art unterwegs.

Audi TT Roadster liegt wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße

Wie von einem Herrn der Ringe nicht anders zu erwarten, fährt sich der Audi erstklassig. Er liegt wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße, geht gut in die Kurven, gibt sich je nach Fahrweise rasant und sportlich oder entspannt als Cruiser. Die Automatik arbeitet tadellos und falls doch mal spontan beschleunigt werden soll, kann man mit den Schaltpedals jederzeit eingreifen. Bei etwa Tempo 120 fährt übrigens am Heck der Spoiler aus, der uns bei höheren Geschwindigkeiten besser am Boden hält.

Irgendwann fallen sie dann doch, die Regentropfen. Dach also zu, es spannt sich nun straff über den Blechkörper. Jetzt zeigt sich auch, was Audi unter einem Akustikverdeck versteht: Die Stoffplane soll mittels einer Vlies-Schicht die Außengeräusche wegdämmen. Funktioniert, für die Unterhaltung mit dem Sitznachbarn im Zweisitzer muss man die Stimmbänder nicht zusätzlich bemühen.

Autorin Katrin Basaran.

Jeder Roadster hat das neue virtuelle Cockpit serienmäßig an Bord. Wer sich mit der komfortablen MMI Navigation samt MMI touch ausstatten möchte, muss hingegen 2490 Euro investieren. Aufpreise werden im TT Roadster auch bei vielen Assistenzsystemen sowie dem Quattro-Antrieb fällig. Insofern lohnt es sich schon, einmal durchzurechnen, ob sich nicht gleich die Anschaffung eines TTS Roadster lohnt, er hat vieles inklusive.

Das kostet der Audi TT Roadster

Apropos Preis: Der Grundpreis für den 2.0 TFSI (230 PS) beträgt 37.900 Euro, der 2.0 TDI (184 PS) steht mit 38.700 Euro, der TTS Roadster ((310 PS) mit 52.300 Euro in der Liste. Der Verkauf hat bereits begonnen.

Fazit: Kultivierter Premium-Fahrspaß, entsprechend teuer, vor allem durch viele aufpreispflichtige Extras.

Der Audi TT Roadster ist da!

Der Audi TT Roadster ist da!

Katrin Basaran

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