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Mercedes EQS: Bis zu 770 km Reichweite – doch die Höchstgeschwindigkeit enttäuscht

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Fahraufnahme eines noch getarnten Mercedes EQS

Der Mercedes EQS erreicht einen spektakulären cW-Wert von 0,20. © Mercedes-Benz

Erstmals bringt Daimler ein echtes Konkurrenzmodell für die Mercedes S-Klasse auf den Markt. Die Erwartungen an den EQS als elektrische Luxuslimousine sind dabei gewaltig.

Stuttgart – Das Risiko ist allemal groß, denn die S-Klasse ist bei Mercedes eher eigene und besonders ertragreiche Submarke denn nur reine Modellreihe. Doch zumindest auf einigen Märkten dürfte der Mercedes EQS ab dem Jahre 2022 der übermächtigen S-Klasse den Rang als absolutes Topmodell abspenstig machen können. Das Design ist dabei für Fans klassischer Limousinen gewöhnungsbedürftig, denn von der Motorhaube bis zum kurzen Heck zieht sich die Silhouette trotz der leichten Resttarnung in einer durchgehenden Bogenform über das elektrische Luxusmodell. Man kann dem Designteam rund um Chefdenker Gorden Wagener (52) dabei nicht den Vorwurf machen, sie hätten sich den Job einfach gemacht. Der EQS ist nicht nur technisch, sondern auch optisch maximal weit von der noch jungen S-Klasse wegpositioniert.

Die Basisversion des Mercedes EQS 450 wird mit seinem 90-kWh-Akku 245 kW / 333 PS / 568 Nm leisten und etwas überraschend allein über die Hinterachse angetrieben. Die meisten Modelle werden jedoch über Allradantrieb, den großen Akku mit 107,8 kWh und stattliche 385 kW / 520 PS / 855 Nm verfügen wie das Topmodell EQS 580 4matic bis im Herbst die AMG-Variante folgt. Die Motorleistung des Elektro-580ers ist üppig, der Antritt ohne Vorwarnung beinahe brutal und doch wird der Mercedes EQS kaum jemanden bei schneller Fahrt auf der linken Spur wirklich beeindrucken können. Zwar erlaubt sich der Elektrokoloss aus Sindelfingen nicht die Blöße des Erstlingswerks EQC mit seinen allzu früh abgeregelten 180 km/h, doch mit 210 km/h ist der EQS auch keine Rakete im elektrischen wie nicht-elektrischen Wettbewerbsumfeld, wie 24auto.de berichtet. Auf schnellen Autobahnpassagen fährt man der Konkurrenz deutlich hinterher – erst die AMG-Variante wird 250 km/h schnell surren. Die Version mit Hinterradantrieb und großem Akkupaket (zwölf Zellmodulen) soll bis zu 770 Kilometer mit einer Batterieladung kommen. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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