S4: Personen im Gleis - Streckenabschnitt gesperrt

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Stillstand im Schneetreiben: Gerade an Steigungen kommt der Verkehr ohne Schneeketten im Winter oft zum Erliegen

Reifen im Kettenhemd

Im Winter auf einem Bergpass: Da nützt es oft gar nichts, dass der Wagen mit allen möglichen elektronischen Helfern ausgestattet ist. Vielmehr brauchen Sie Kettenglieder, die irgendwie um die Reifen zu wickeln sind, damit es weiter voran geht.

Für Schneeketten hat sich bis heute kein Ersatz gefunden. Lesen Sie, was beim Umgang und der Fahrt mit diesen Kettenhemden für Reifen zu beachten ist.

KETTENPFLICHT:

Anders als in anderen Ländern gibt es in Deutschland keine generellen Regeln für das Mitführen von Schneeketten. Wenn auf einer Strecke Schneeketten vorgeschrieben sind, wird dies durch das Verkehrszeichen 268 angegeben: Steht das Schild mit blauem Hintergrund und dem Symbol eines Reifens mit Schneeketten am Straßenrand, müssen die Ketten montiert werden. Ist das Schild abgedeckt, gilt es zu dieser Zeit nicht.

KETTENTYPEN:

Angeboten werden unterschiedliche Arten von Ketten. Neben den sogenannten Seilringketten sind vor allem die Stahlring- oder Bügelketten besonders verbreitet. Angeboten werden auch Schnellmontagesysteme - hier muss man zuvor einen Adapter an der Radnabe montieren, der das Anlegen erleichtert.

REIFENWAHL:

Sommerreifen und Schneeketten sind keine geeignete Kombination. Grundsätzlich macht die Montage der Ketten nur auf Winterreifen Sinn. Kauft man Schneeketten, ist auch die Reifenbezeichnung wichtig: In der Regel dürfen bei den Autos Schneeketten nur mit Reifen bis zu einer bestimmten Größe gefahren werden. Rollt der Wagen mit Leichtmetallfelgen, braucht man man Spezialketten, die das empfindliche Metall schonen.

ACHSENFRAGE:

Schneeketten werden immer an beiden Rädern einer Achse montiert - es muss sich dabei um die angetriebene Achse handeln. Bei Modellen mit Allradantrieb gibt es dagegen keine feste Regel, an welcher Achse die Ketten zum Einsatz kommen. Am besten ist die Montage von Schneeketten an allen Rädern.

MONTAGE:

Oft weisen unterschiedliche Ketten auch besondere Eigenarten bei der Montage auf. Daher sollte der erste Einsatz nicht auf der Straße in der Kälte erfolgen. Sinnvoll sind Trockenübungen in der heimischen Garage mit einem Blick in die Gebrauchsanleitung. Für den Ernstfall sollte man für die Fahrt ins Gebirge eine warme Decke als Unterlage, dicke Handschuhe und auch eine Taschenlampe mitnehmen.

ABFAHRT:

Sind die Schneeketten auf den Reifen, wird nicht einfach losgefahren. Alle Fachleute empfehlen, den Sitz der Ketten und ihre Spannung nach 100 Meter noch einmal zu prüfen. Sitzen die Ketten zu locker, kann es zu Beulen in den Radkästen kommen. Sitzen sie zu fest, kann der Reifen beschädigt werden. Außerdem brauchen Ketten einen beschränkten Bewegungsfreiraum, um arbeiten zu können.

UNTERWEGS:

Die Fahrt mit Schneeketten unterscheidet sich stark von herkömmlichen Touren. Das Verhalten des Autos beim Lenken und Bremsen verschlechtert sich deutlich, der Bremsweg wird länger. Erlaubt sind daher auch nur Höchstgeschwindigkeiten von 50 km/h mit montierten Schneeketten.

ELEKTRONIK:

Die elektronischen Helfer im Auto sind beim Einsatz von Schneeketten nur bedingt hilfreich. So wird dazu geraten, speziell ein ESP bei größeren Schneehöhen abzuschalten: Das Rad mit der Kette benötigt einen gewissen Schlupf, um den Wagen voranzubringen. Ob und wie sich das System abschalten lässt, erläutert die Bedienungsanleitung des Autos.

SCHNEEFREI:

Befindet sich auf der Straße nach einer gewissen Distanz kein Schnee oder Eis mehr, muss man die Schneeketten möglichst schnell wieder abmontieren. Die Fahrt auf einer schneefreien Straße führt zu übermäßigem Verschleiß an den Ketten.

DEMONTAGE:

Damit die Ketten möglichst lange halten, sollten sie nach jedem Einsatz gründlich mit Wasser gereinigt und dann getrocknet werden. Zum Schutz vor Korrosion während der Pause bis zum nächsten Einsatz ist es ratsam, die Schneeketten leicht einzuölen.

osw.

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