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Auto-Neuheiten 2022: Diese Verbrenner rollen zu den Händlern

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Von: Simon Mones

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Der Verbrennungsmotor lebt! Ob mit oder ohne elektrische Unterstützung kommt die klassische Antriebsform auch 2022 in vielen neuen Modellen zum Einsatz.

München – Nachdem wir uns im ersten Teil unserer Vorschau um die Elektromobile gekümmert haben, sind jetzt die Fahrzeuge mit klassischen Verbrennungsmotoren dran. Die Fans der Zylinderköpfe und Kurbelwellen können sich über einige interessante Neuigkeiten freuen, wie 24auto.de berichtet. Vor allem südlich der Alpen scharren SUVs mit den Rädern. Ferrari macht um den ersten Crossover der Firmengeschichte wie üblich ein großes Geheimnis.

Mit Purosangue (Vollblut) steht der Name bereits fest. Die dürftigen Informationen, die aus Maranello herausdringen, lassen auf eine Frontmotor-Plattform mit einem hybridisierten V6-Motor und der Transaxle-Bauweise schließen. Geht man vom Ferrari 296 GTB, der mit V6-Power und Hybridtechnik auf 830 PS Systemleistung kommt, dürfte der Ferrari-Crossover schon aus reinem Selbstverständnis des Edel-Autobauers in ähnliche Regionen vorstoßen. Alleine, um dem Lamborghini Urus in die Schranken zu weisen.

Auto-Neuheiten 2022: Diese Verbrenner rollen zu den Händlern

Leistungsmäßig etwas kleinere Brötchen backt Maserati mit dem Grecale, der nach einem Mittelmeerwind benannt ist. Technisch ist der Dreizack verwandt zum Alfa Romeo Stelvio, übertrifft diesen aber mit 4,85 Meter Länge um 16 Zentimeter. Die Antriebsvielfalt dürfte mit dem Vierzylinder MHEV und 221 kW/300 PS aus dem Ghibli beginnen, ein Sechszylinder ist ebenso gesetzt, ob ein Achtzylinder den Weg in den Grecale findet, ist noch nicht raus.

Der Alfa Romeo Tonale, stehend.
Alfa Romeo bedient sich für den Tonale technisch bei Jeep © Alfa Romeo

Alfa Romeo bedient sich bei Jeep und nutzt die Technik des Compass, um den Crossover Tonale auf die Straße zu bringen. Also stammen auch die Motoren und die Hybridisierung vom Ami-Bruder. Im ähnlichen Segment bewegt sich der BMW X1, dessen dritte Generation optisch dynamischer daherkommt.

Auto-Neuheiten 2022: Zahlreiche neue Crossover und SUVs

Das ist noch lange nicht alles, was an Crossover und SUVs im Jahr 2022 auf uns zurollt. Der Dacia Jogger ist mehr Van mit der Optik eines Crossovers und will aus seiner 4,55 Metern Länge das Beste machen. Eine andere Klientel spricht der Mercedes GLC an, der vermutlich nur noch elektrifiziert zu haben sein wird: angefangen von der Mildhybridisierung bis hin zum Plug-in-Hybriden. Äußerlich dürften sich die Veränderungen in Grenzen halten. Aber beim Cockpit wird das SUV sich bei der neuen C-Klasse-Limousine bedienen und ein deutlich moderneres Infotainmentsystem erhalten.

Der Citroën C5 X ist mehr Crossover als SUV, bietet aber mit 4,81 Metern Platz. Crossover statt reinrassiger Limousine heißt es auch bei Ford, wo der Evos den Mondeo ersetzen wird und damit zum direkten Konkurrenten des Franzosen avanciert. Ein ähnliches Konzept verfolgt die französische Konzernschwester Peugeot mit dem 308, den es ab Herbst auch in der hochstelzigen Version geben wird.

Auto-Neuheiten 2022: Ranger Rover geht in fünfte Generation

Bei den Nobel-Kraxlern tut sich im nächsten Jahr einiges. Die fünfte Generation der britischen SUV-Ikone Range Rover führt beim Antlitz das Design des Vorgängers fort. Anders beim Heck, wo schmale LED-Elemente und die mittlerweile von Automobil-Formgebern gerne genommene Querspange. Zur Auswahl stehen zwei Längen: 5,05 Meter und 5,25 Meter. Bei den Motoren setzen die Briten interessanterweise auf Aggregate aus dem BMW-Regal. Los geht es vermutlich ab Mitte 2022 ab 121.200 Euro.

Ein Range Rover auf einem Messestand..
Die SUV-Ikone Range Rover geht 2022 in die fünfte Generation. © Range Rover

BMW kontert mit dem sportlichen SUV-Coupé X8, von dem es später auch eine elektrifizierte M-Version geben wird. Auffällig beim BMW X7-Bruder ist die neue Front mit sehr schmalen Scheinwerfer-Schlitzen und sehr auffälligen gerahmten Lufteinlässen. Was BMW recht ist, ist Audi nur billig. Allerdings zielt der Audi Q9 aufgrund seiner Abmessungen eher auf den BMW X7 und den Mercedes GLS. Dass das SUV einen leistungsstarken Plug-in-Hybrid bekommt, scheint sicher, auch der V8-Turbo wird in dieser Fahrzeugklasse als angemessen betrachtet.

Auto-Neuheiten 2022: Neuer A8 lässt weiter auf sich warten – außer in China

Der neue BMW 7er ist dann eher die klassische Business-Limousine. Das Münchner Flaggschiff mit dem internen Code G70 steht auf einer neuen Architektur und muss mit einigen technische Neuheiten aufwarten, um mit der Mercedes S-Klasse mithalten zu können. Ganz oben auf der Liste dürften autonome Fahrfunktionen stehen, die ja BMW ursprünglich als Level 3 beim SUV iX angekündigt hatte, aber dann zurückrudern musste.

Audis neuer A8 lässt noch etwas auf sich warten. Lediglich China bekommt mit dem A8 Horch eine Version, die mit einer Länge von 5,45 Metern den A8 L um 13 Zentimeter übertrifft und beim Luxus mit den Mercedes-Maybach mithalten kann. Die Mercedes S-Klasse ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus und legt mit dem AMG S 63 leistungsmäßig eine ganze Schippe drauf. Das Topmodel wird es aber nur noch als PHEV geben. Die Kombination aus V8-Benziner und kräftigen Elektromodul dürfte die 700 PS Marke knacken und damit den Abschied vom S65 leichter machen.

Auto-Neuheiten 2022: Astra Sports Tourer könnte Alternative zum Golf R werden

Noch radikaler wird der Schnitt beim Mercedes-AMG C63, den es ebenfalls nur noch als Plug-in-Hybrid geben wird. Statt acht Zylinder versehen jetzt nur mehr vier ihren Dienst. Dank des gut genährten Elektromotors soll es bei der Leistung keine Einbußen geben. Allerdings dürfte das Gewicht nach oben schnellen und ob die AMG-Fans einen C63 mit vier Töpfen akzeptieren, steht noch in den Sternen. Diese Diskussionen lassen sie bei BMW in München beim BMW M3 Touring erst gar nicht aufkommen. Der Power-Kombi wird, wie es bei der Limousine der Fall, ist entweder 353 kW/480 PS leisten oder in der Competition Variante 375 kW/510 PS und Allradantrieb haben. Damit ist der Münchner PS-Hunger noch lange nicht gestillt. Wir freuen uns auf den puristischen BMW M2 mit Hinterradantrieb und rund 309 kW/420 PS. Der Über-M4 mit dem traditionsbehafteten Zusatz CSL (Coupé, Sport, Leichtbau) dürfte mit 405 kW/550 PS auf die Hinterachse einprügeln.

Zwei Opel Astra Sports Tourer.
Wird der Opel Astra Sports Tourer zur Golf-R-Alternative? © Opel

Auch den Opel Astra wird es als Sports Tourer und Limousine geben. Wie weit die Leistungsreise geht, steht noch in den Sternen. Immerhin zeigt der Peugeot 508, dass auf der EMP2-Plattform als Power-PHEV 265 kW/360 PS machbar sind. Dann wäre der Astra GSe doch mal eine echte Alternative zum Golf R. Eine dynamische R-Version wird es vom neuen Honda Civic ebenfalls geben, die vermutlich um die 221 kW/300 PS haben wird. Aber zuvor werden die zivilen Versionen des Nippon-Golfs im Herbst zu den Händlern rollen. Die elfte Civic-Generation kommt als Limousine und als Schrägheckvariante.

Auto-Neuheiten 2022: Hypercar Mercedes-AMG One kommt endlich zu den Händlern

Bei den Sportlern rollt der mit Formel-1-Technik elektrifizierte Mercedes-AMG One endlich mit über 735 kW/1.000 PS zu den Händlern. Vor allem die Abstimmung der Elektromotoren und der Fahrdynamikeingriffe war sehr komplex. Der verspätete Start dürfte aber nichts daran ändern, dass der Hypersportler ein Erfolg wird.

Der Mercedes-AMG One.
Der Mercedes-AMG One kommt 2022 endlich zu den Händlern. © Daimler AG

Nur wenige Kilometer weiter versorgt Porsche seine Fans mit agilen Leckerbissen, wie dem Porsche 718 Cayman GT4 RS. Das Topmodell der Mittelmotorsportwagenreihe bekommt den grandiosen Vierliter Sechszylinder aus dem 911 GT3 mit 368 kW/500 PS und wiegt nur 1.415 Kilogramm. Damit ist nach 3,4 Sekunden aus dem Stand die 100-km/h-Marke geknackt und der Top-Cayman darf weiter sprinten bis 315 km/h. Mit einem Grundpreis von 141.338 Euro ist dieser Cayman alles andere als günstig, aber der Porsche 911 GT3 RS wird seinen kleinen Bruder nicht nur im Preis und dem riesigen Heckspoiler, sondern auch bei der Motorleistung deutlich übertreffen. Unter 405 kW/550 PS wird es der frei saugende Sechsender nicht machen.

Und weil wir gerade bei archaischen-klassischen Motoren sind, folgt gleich eine bittere Pille für die Ford Mustang-Fans. Das weltberühmte Muscle Car bekommt zwar wieder einen Fünfliter-Achtzylinder-Motor (Codename Coyote), der aber aufgrund der strengen Abgasnormen circa zehn PS weniger haben wird als bisher. Wobei 324 kW/440 PS immer noch ausreichend sind. (Wolfgang Gomoll/press-inform) *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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