Die Auto-Show in Frankfurt setzt diesmal voll auf Umweltfreundlichkeit: Grüne Welle

Frankfurt - Der rote Teppich müsste in diesem Jahr eigentlich grün gefärbt sein. Denn selten war eine IAA derart umweltorientiert, wie die 62. Auflage des Branchengipfels. Unter dem Motto "Sehen, was morgen bewegt" kündigen die Hersteller zahlreiche sparsame und sauberere Antriebs- und Fahrzeugkonzepte an.

Und auch die meisten Neuheiten für die aktuelle Serienproduktion Eine Frage aus dem offiziellen Lernprogramm zur Führerscheinprüfung Heiraten A16 Bekanntschaften A17 Kunsthandel A15 Tiermarkt A15 Unterricht S 1 Verkäufe A15 Weitere Anzeigenmärkte zeugen von neuer Vernunft und Zurückhaltung.

Der große Techniktrend in Frankfurt sind umweltfreundliche Antriebskonzepte, hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) bereits angekündigt: "Die IAA wird ein Feuerwerk an Ideen zeigen, wie die Kraftstoffeffizienz in neuen Fahrzeugen gesteigert und damit die CO2-Emission verringert werden kann. Das reicht vom Clean Diesel über den direkt einspritzenden Benziner bis hin zu Erdgas und Hybrid."

Porsche zeigt in Frankfurt eine Kombination von Benzin- und Elektromotor , mit der sich der Verbrauch des großen Offroaders Cayenne zum Serienstart 2009 auf unter neun Liter senken lässt. BMW rollt die "Efficient Dynamics"- Strategie auf die nahezu gesamte Modellpalette aus. Und VW bringt nach Polo und Passat nun auch den Golf als sparsame "BlueMotion"- Variante und kündigt fünf weitere Sparmodelle an. Audi wiederum avisiert Start-Stopp-Automatiken, Erdgas- und Ethanol-Fahrzeuge sowie den "saubersten Diesel der Welt".

Opel zeigt eine weitere Spielart des "E-Flex"-Konzeptes, bei dem diesmal ein Turbodiesel den Generator für den Elektromotor antreibt. Und bei Mercedes, das in Frankfurt mit großem Aufwand die grüne Spitzenposition erobern möchte, steht neben einem Smart mit Start- Stopp-Automatik und dem ersten europäischen "Bluetec"-Diesel im E300 u. a. ein Forschungsfahrzeug, das einen sogenannten Diesotto-Motor bekommen soll. Er vereint die Vorteile von Benzin- und Dieselmotoren und schöpft aus nur vier Zylindern und 1,8 Liter Hubraum 238 PS und 400 Nm.

Ein Hybridmodul steuert mit einem Elektromotor weitere 20 PS bei. Damit unterschreitet der Normverbrauch die 6-Liter-Grenze. Während diese Antriebskonzepte mitunter noch Monate oder Jahre von der Serienreife entfernt sind, zeugen auch die greifbaren Premieren von der neu entdeckten Bodenhaftung der Autohersteller. In diesem Jahr stehen die Mittelklasse- Modelle und kleinen Geländewagen im Vordergrund. So zeigt Audi die nächste Auflage des A4 und Mercedes das T-Modell der neuen C-Klasse. Aus Frankreich gesellen sich dazu der neue Renault Laguna und der Nachfolger des Citroën C5.

Aus Schweden kommt der überarbeitete Saab 9-3, und aus Japan machen sich in diesem Segment die nächste Generation des Mazda6 und der Nachfolger des Mitsubishi Lancer startklar. Auf der Buckelpiste starten der VW Tiguan als kleiner Bruder des Touareg sowie der Ford Kuga, mit dem die Kölner am Boom der kompakten Geländewagen teilhaben wollen. In der gehobenen Mittelklasse rollt Jaguar als Nachfolger des S-Type den sportlichen XF ins Rampenlicht. Und in der Kompaktklasse blickt alles auf den Peugeot 308, der als Golf der Gallier gegen die deutsche Konkurrenz antritt. Auch in der Klasse darunter stehen viele Premieren an.

So gibt in Frankfurt der Fiat 500 sein Publikumsdebüt und wetteifert mit dem Mini-Kombi Clubman um die Gunst der Retro- Freunde. Opel enthüllt die Neuauflage des Agila, den es technisch identisch auch als Suzuki Splash gibt. Und von Toyota erwartet man eine Antwort auf den Smart. Selbst die Studien und Showcars, mit denen die Hersteller für gewöhnlich in die Zukunft blicken und zum Träumen verführen wollen, sind diesmal überraschend bodenständig. Das beste Beispiel dafür ist ein von VW als Cityspezialist angekündigtes Konzeptauto, das mit flexiblem Raumkonzept und Heckmotor als neues Einstiegsmodell unterhalb von Lupo und Polo gehandelt wird.

Ebenfalls ganz im Hier und Heute sind der Peugeot 308 RC Z, der das neue Kompaktmodell als Coupé im Stil des Audi TT vorstellt. Bei aller Vernunft kommen Lust und Leidenschaft aber nicht zu kurz: Porsche zeigt als sportlichste Spielart des 911er den GT2 mit einem auf 530 PS gesteigerten Turbo. Ferrari enthüllt den um 100 Kilo abgespeckten und auf 510 PS gesteigerten F430 Scuderia. Mercedes zeigt die C-Klasse als getunten C 63 AMG mit 457 PS und den SLR als schnellsten Roadster mit Stern. Und Bentley präsentiert mit dem auf 610 PS erstarkten Continental GT Speed Coupé das stärkste Auto der Firmengeschichte.

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