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Der Asphalt der Autobahn A93 an der Anschlussstelle Abensberg (Bayern) ist am durch die Hitze der letzten Tage aufgebrochen. Die Bruchkante wurde für einen Motorradfahrer  zum tödlichen Hindernis.

Gefährliche „Blow-Ups“

Extreme Hitze sprengt Autobahn

Die extremen Temperaturen von fast 40 Grad sprengen den Belag auf einigen Autobahnen. Betonplatten dehnen sich bei der Gluthitze so weit aus, dass sie aneinanderstoßen und zerbrechen können.

In einigen Teilen Deutschlands sprengte die Gluthitze Autobahnen: den Belag auf der A9 nahe Droyßig in Sachsen-Anhalt, ein Stück der A8 bei Remchingen nahe Karlsruhe oder auch die A7 in Baden-Württemberg. Auch in Bayern auf den Autobahnen A3, A7, A92 und A94 wölbte sich die Fahrbahn vor Hitze.

Auf der A93 bei Abensberg wurde eine aufgesprengte Fahrbahn zum tödlichen Verhängnis für einen 59 Jahre alten Motorradfahrer. Er fuhr über eine halbmeterhohe Aufwölbung, prallte gegen die Leitplanke und starb noch am Unfallort an seinen schweren Brustverletzungen. Zuvor waren vier Autos über das Hindernis gefahren, das wie eine Sprungschatze wirkte. Vier Menschen wurden leicht verletzt, die Wagen beschädigt.

Die Autobahndirektion Südbayern warnt deshalb vor plötzlichen und gefährlichen Schäden. Mittlerweile soll sogar über ein Tempolimit auf Beton-Fahrbahnen nachgedacht werden.  Lesen Sie hier mehr bei unserem Partnerportal.

Der Riss auf der A9 nahe Droyßig in Sachsen-Anhalt sei zwischen zwei Platten entstanden, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Magdeburg am Donnerstag. Ein Auto sei beim Überfahren der Stelle beschädigt worden, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei in Weißenfels. Verletzt wurde niemand. Bauarbeiter hätten den Bruch inzwischen repariert.

Experten sprechen von „Blow-Ups“ (z.dt. die Platzer). Betroffen seien vor allem Abschnitte mit Betonplatten, sagte der Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, Josef Seebacher. „Dass das heute so schnell an so vielen Stellen auftritt, ist außergewöhnlich. Alle Verkehrsteilnehmer werden dringend aufgefordert, auf allen Betonstrecken äußerst vorsichtig zu fahren.“

dpa

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