Für Sommerpause

Autobauer engagieren tausende Ferienjobber

Berlin - Zahlreiche deutsche Autobauer verzichten auf die Sommerpause und setzen aufgrund der hohen Nachfrage auf Aushilfskräfte und Sonderschichten.

Daimler kündigte am Freitag an, insgesamt 7600 Ferienjobber einzustellen; allein etwa 1800 im Mercedes-Benz-Werk in Untertürkheim. "Wir produzieren im Sommer durch und fahren darüber hinaus an vielen Standorten Sonderschichten", teilte das Unternehmen mit. Durch die hohe Auslastung der Produktion würden in diesem Jahr mehr Ferienbeschäftigte eingestellt als in den Vorjahren.

Bei Volkswagen in Wolfsburg wird die Produktion im eigentlichen Werksurlaub Anfang August aufrecht erhalten, wie die Branchenzeitung "Automobilwoche" unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher berichtete. Mehr als 3000 Aushilfskräfte würden bis Mitte September die Stammmannschaft in der Produktion unterstützen. Zudem seien für die Fertigung von Golf und Tiguan Zusatzschichten an Wochenenden vereinbart.

Audi benötige "rund 500 Ferienbeschäftigte am Standort Ingolstadt", sagte eine Sprecherin der "Automobilwoche". Für Ingolstadt und Neckarsulm seien zudem "für die kommenden Monate weitere Sonderschichten geplant". Allerdings pausiere die Produktion in Ingolstadt wegen des Umbaus an zwei Montagelinien, in Neckarsulm gelte ebenfalls Betriebsruhe.

Bei BMW fallen die Sommerferien in den Werken in Regensburg und Leipzig flach. An den Standorten sei "keine Produktionsunterbrechung" geplant, erfuhr die "Automobilwoche" auf Nachfrage. In der Urlaubszeit würden Zeitarbeiter und in geringem Umfang auch Aushilfen die Fertigung verstärken.

Porsche fährt dagegen nach bisherigem Stand keine Zusatzschichten in den Werken in Zuffenhausen und Leipzig. Der Sportwagenhersteller habe die Kapazitäten bereits im Vorjahr erhöht, sagte ein Sprecher der "Automobilwoche".

afp

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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