Autofahrer aufgepasst

ADAC muss fremdverursachte Schäden im Ausland nicht zahlen

München - Braucht man bei einer Panne die Hilfe eines Automobilclubs, dann ist es entscheidend, ob der Wagen im In- oder Ausland liegen bleibt – zumindest, wenn es um Haftungsfragen geht.

Diese Erfahrung hat eine Frau aus Norddeutschland gemacht, die wegen eines Schadens im Ausland gegen den ADAC vor Gericht ging. 

Die Frau hatte eine Versicherung bei dem Automobilclub abgeschlossen, die auch Pannen im Ausland abdeckt. Als wegen eines Motorschadens ihr Auto in Dänemark liegen blieb, rief sie beim ADAC an. Dessen Mitarbeiter verständigten ein dänisches Abschleppunternehmen. Das half der Frau zwar aus ihrer misslichen Lage, jedoch fiel ihr Auto während des Abtransports vom Abschleppwagen. Am Auto entstand ein erheblicher Schaden. Diesen wollte sie vom ADAC erstattet haben. 

Der Automobilclub lehnte das mit Verweis auf die Versicherungsbedingungen ab. Aus ihnen ging, nach Meinung das ADAC, klar hervor, dass man im Falle eines Auslandsschadens lediglich als Vermittler auftrete und hinterher die Kosten erstatte. Für eventuelle Schäden, die der vermittelte Dienstleister verursachte, sei man nicht verantwortlich. 

Die Frau klagte – und das Gericht gab dem ADAC recht. Der Richter stellte klar, dass der Automobilclub aufgrund der Vertragsbedingungen nicht für die Schäden, die das dänische Abschleppunternehmen verursacht hatte, verantwortlich sei. Bei den vertraglich festgelegten Leistungen handle es sich „um einen reinen Kostenersatz“.

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Rubriklistenbild: © dpa

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