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Die rot-weißen Baustellenschilder sind nicht so effektiv wie ihre gelben "Kollegen".

Autofahrer in „gelben Baustellen“ langsamer

Mainz - Eigentlich ist Rot die Warnfarbe schlechthin. Doch in Baustellen mit gelben Warnschildern sind Autofahrer langsamer und aufmerksamer. Das ergab ein Projekt in Rheinland-Pfalz.

In einer Baustelle mit gelben Warnschildern sind Autofahrer langsamer und aufmerksamer - das hat ein Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Infrastrukturministeriums ergeben. „Vor allem am Baustellenbeginn ist durch die auffällige Beschilderung eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung um durchschnittlich zehn Kilometer pro Stunde festzustellen“, teilte Staatssekretär Jürgen Häfner am Freitag in Mainz mit. Autofahrer drosselten auch vor der Baustelle früher das Tempo als bei den herkömmlichen rot-weißen Schildern.

Anders als üblich ist die Baustelle bei dem Projekt gelb beschildert - von den Vorwegweisern bis zum Ende. Alle Verkehrsschilder sind gelb unterlegt, die Baken sind gelb-rot, die Fahrstreifentafeln gelb-schwarz. Zu schnelles Fahren und zu wenig Abstand sind in Baustellen die häufigsten Unfallursachen. Rheinland-Pfalz bat den Bund zu prüfen, ob die Straßenverkehrsordnung entsprechend geändert werden kann.

Vor fünf Jahren wurde die „Gelbe Baustelle“ nach Ministeriumsangaben bundesweit erstmals in Rheinland-Pfalz umgesetzt. Mit den jüngsten Versuchen hätten sich die bisherigen Ergebnisse bestätigt - und damit die Wirksamkeit der gelben Schilder. Den jetzigen Pilotversuch werteten Unfallforscher der Versicherungen mit der Technischen Universität Dresden aus.

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