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Ein sauberes Auto ist der Idealfall. Doch gerade im Herbst und Winter bleiben Regentropfen und Schnee am Wagen haften. Wie hält man die Garage dann trocken? Foto: Jens Schierenbeck

Autos im Biotop: Tipps gegen Feuchtigkeit in der Garage

Regen und Schnee sorgen im Herbst und Winter schnell für feuchtes Klima in der Garage. Und Autofahrer fragen sich: Wie bekommt man sie trocken? Lüften oder Entfeuchten sind dafür die Mittel der Wahl.

Köln (dpa/tmn) - Damit das Auto immer schön trocken steht, haben viele Autofahrer eine Garage. Doch gerade im Herbst und Winter, wenn Regentropfen und Schneereste am Wagen haften, wird es dort schnell feucht.

Die Garage dann immer ganz trocken zu bekommen, ist illusorisch, sagt Hans-Ulrich Sander vom Tüv Rheinland. "Das kommt der Quadratur des Kreises gleich." Trotzdem kennt der Experte hilfreiche Tricks gegen Nässe in der Garage:

Im Idealfall haben Garagen eine Querlüftung. Luftdurchlässe an Rückwand und Garagentor sorgen dann für Durchzug, erklärt Sander. "Das Auto kann so abtrocknen, weil die Feuchtigkeit abzieht."

Ein offenes Fenster oder Garagentor sorgt für den gleichen Effekt. Wer in seiner Garage aber nicht nur sein Auto stehen hat, für den ist die letzte Option nichts. Denn sie lädt Diebe geradezu ein.

Schneereste beseitigen: Gerade die Radkästen fangen bevorzugt Schnee auf. Der fällt über Nacht auf den Garagenboden. Bevor man losfährt, fegt man die Reste am besten aus der Garage. "So ist der Stellplatz am Abend schön trocken", sagt Sander.

Keine Heizung: Mit einem Heizkörper für trockene Luft zu sorgen, klingt naheliegend. Doch was so einfach scheint, birgt Tücken. Zwar nimmt warme Luft mehr Feuchtigkeit auf als kalte. "Doch sie muss auch raus aus der Garage", sagt Sander. Also muss man den Raum aufheizen und danach stoßlüften. "Ich halte das für unsinnig", stellt Sander klar. Dagegen spricht auch: Steht das Auto zu warm, kann es bei kalten Außentemperaturen stark belastet werden. "Ein abrupter Wechsel von 25 Grad Celsius auf minus 5 Grad tut dem Fahrzeug nicht gut." Dadurch entstehen Spannungen in den Materialen des Autos.

Entfeuchter: Statt einer Heizung können Autofahrer zu einem Luftentfeuchter als Hilfsmittel greifen, um ihre Garage zu trocknen. "Die sind aber ein teures Vergnügen", gibt Sander zu bedenken. Wenn das Gerät drei bis vier Wochen im Dauerbetrieb ist, kommen circa 40 bis 50 Euro Stromkosten zusammen, rechnet er vor. Alternativen sind Entfeuchtungsmittel, etwa Trockengranulat.

Ist die Garage kein Dauerparkplatz, darf sie durchaus feucht sein. "Über Nacht passiert da nichts", sagt Sander. Am nächsten Tag sorgt dann der Fahrtwind dafür, dass die Nässe am Fahrzeug wegtrocknet. Bei modernen Autos sei der Korrosionsschutz so gut, dass Feuchtigkeit in der Garage keinen Schaden anrichtet, ist der Tüv-Experte überzeugt.

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