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Über das Internet sollen fahrende Autos künftig mit den Verkehrszentralen "sprechen" können. Sie sollen Informationen über Staus oder Gefahren nicht nur empfangen, sondern auch selbst direkt an die Zentralen melden, damit nachfolgende Autos schneller gewarnt oder das Tempo gedrosselt werden kann.

Wir müssen reden

Autos sollen in Zukunft „sprechen“

Frankfurt/Main - Autos können mehr als fahren, das haben wir schon lange vermutet. Doch nun sollen sie auch „sprechen“ lernen. Um künstliche Intelligenz geht es dabei weniger.

Über das Internet sollen fahrende Autos künftig mit den Verkehrszentralen „sprechen“ können. Sie sollen Informationen über Staus oder Gefahren nicht nur empfangen, sondern auch selbst direkt an die Zentralen melden, damit nachfolgende Autos schneller gewarnt werden oder das Tempo gedrosselt werden kann.

„Wir stehen am Vorabend eines Quantensprungs“, sagte Josef Kunz vom Bundesverkehrsministerium am Freitag in Frankfurt. Nur ein zusätzlicher Chip sei für die neue „C2X“-Kommunikation (Car to X - vom Auto zu einem anderem Auto oder zur Verkehrszentrale) nötig. Die Autohersteller wollen solche Chips nach Angaben der hessischen Verkehrszentrale „Hessen Mobil“ von 2015 an in die Wagen einbauen.

Zuerst soll diese Technik in den Baustellen Einzug halten. Auf Hessens längster Baustelle, auf dem elf Kilometer langen Abschnitt der A5 nördlich von Frankfurt, wird die neue Kommunikation derzeit erprobt. Dort wird die Geschwindigkeit außerdem dynamisch gesteuert - je nach Verkehrsaufkommen. Das ist zwar an vielen Stellen schon üblich, aber nun zum ersten Mal auch auf einer Baustelle. Die Unfallzahlen liegen nach Angaben von „Hessen Mobil“ deutlich niedriger als in anderen Baustellen.

dpa

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