Im Vergleich nicht ganz vorne dabei

So günstig sind Autostellplätze in München

München ist eine teure Stadt. Die Wohnungen und auch das Essen. Beim Preis für einen Autostellplatz sieht es laut einer Erhebung des Immobilienportals Immowelt etwas besser aus.

München - München ist eine teure Wohnstadt. Beim Preis für einen Autostellplatz sieht es laut einer Erhebung des Immobilienportals Immowelt etwas besser aus. Demnach zahlt der Münchner im Schnitt 65 Euro monatlich für seinen Stellplatz. Damit liegt München unter den 14 untersuchten Großstädten nur im oberen Mittelfeld. Spitzenreiter ist Stuttgart mit 93 Euro monatlicher Durchschnittsmiete, gefolgt von Frankfurt am Main mit 75 Euro. Die günstigsten Plätze gibt es in Hannover, Dortmund, Dresden und Leipzig (je 40 Euro).

Ein Durchschnittswert, mit welchem aber sowohl der Mieterverein München als auch der Haus- und Grundbesitzerverein nicht arg viel anfangen können. „Durchschnittswerte sind immer problematisch“, sagt Rudolf Stürzer, Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins München. „Die Streubreite in München ist viel größer – ähnlich wie bei den Mietpreisen.“ Laut Stürzer geht die Preisspanne von 25 Euro bis hin zu über 200 Euro. Entscheidend hierfür sei neben der Lage auch die Art des Stellplatzes. „Der Wert von 65 Euro sagt gar nichts aus.“

Oberidrische Stellplatz ab 25 Euro

Bei einem oberirdischen Stellplatz ist man laut Stürzer oft schon ab 25 Euro dabei. Ein abgesperrter Stellplatz in einer Tiefgarage könne aber auch schnell mit 80 Euro und mehr zu Buche schlagen. „Das ist komplett von der Art und Ausstattung abhängig“, sagt Stürzer. Dies bestätigt auch der Mieterverein München. „Da, wo Parkplätze gebraucht werden, sind sie dementsprechend teurer“, sagt Sprecherin Anja Franz. Vor allem die Innenstadtviertel, wie die Maxvorstadt oder das Glockenbachviertel, sind davon betroffen. „Hier kann der Stellplatz auch 150 Euro kosten“, sagt Franz.

Doch es geht auch noch teurer. „In der Sonnenstraße beispielsweise muss man schnell 200 Euro zahlen“, sagt Rudolf Stürzer. Und bei diesen hohen Gebühren hat man nicht einmal einen fest zugewiesenen Platz, sondern nur die Berechtigung zum Parken an sich.

4326 Garagen und Stellplätze, die im Jahr 2016 auf Immowelt inseriert wurden, hat das Portal ausgewertet. Nicht berücksichtigt sind also Stellplätze, die nicht im Internet den Pächter wechseln. Wie die Erhebung weiter ergab, bevorzugen fast zwei Drittel der Deutschen für den Weg zur Arbeit das eigene Auto. Nur zehn Prozent sind zu Fuß und sogar nur acht Prozent mit dem Fahrrad unterwegs. 

Lisa-Marie Birnbeck

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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