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Wer unter Drogeneinfluss am Steuer erwischt wird, kann den Führerschein verlieren. Aber droht der Entzug der Fahrerlaubnis auch, wenn eine bestimmte Droge nur einmalig konsumiert und nicht Auto gefahren wurde? Foto: Marius Becker

Bei einmaliger Amphetamin-Einnahme droht Führerscheinentzug

Kann jemandem der Führerschein entzogen werden, wenn er eine Droge nur eingenommen hat, aber nicht gefahren ist? Hierzu fällte das Verwaltungsgericht Neustadt zuletzt ein Urteil. Es ging um den Konsum von Amphetamin.

Neustadt (dpa/tmn) - Wer Amphetamin nimmt, riskiert immer seinen Führerschein. Dazu muss man noch nicht einmal unter Einfluss der Droge am Lenkrad erwischt werden. Es reicht der Nachweis des einmaligen Konsums.

Das ergibt sich aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Neustadt (AZ: 1 K 338/15.NW), auf das die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) verweist.

Im konkreten Fall lagen zwei hintereinander genommene Urinproben eines Autofahrers vor, die auf positive Amphetaminwerte hinwiesen. Als Folge zog die Behörde seinen Führerschein ein. Der Mann machte Erkältungsmedikamente und Appetithemmer für die Werte verantwortlich.

Das Verwaltungsgericht Neustadt gab der Behörde Recht. Selbst wer nur einmal die harte Droge einnimmt, beweise fehlende Eignung zum Autofahren - selbst dann, wenn man nicht unter Drogeneinfluss fährt. Die vom Fahrer vorgebrachten Erklärungsversuche fand das Gericht nicht glaubwürdig.

Anwaltauskunft Verkehrsrecht

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