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Wer mit Xenonlicht unterwegs ist, sollte ab und zu nachschauen, ob die automatische Leuchtweitenregulierung intakt ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Bei Xenonlicht Leuchtweitenregulierung prüfen

Xenon-Scheinwerfer passen ihre Leuchtweite eigentlich automatisch an. Doch Schmutz oder Feuchtigkeit können die Sensoren verwirren. Deshalb sollten Autofahrer immer mal wieder nachschauen.

München (dpa/tmn) - Bei Autos mit Xenonlicht muss man sich eigentlich nicht um die Blendung anderer Verkehrsteilnehmer sorgen. Sensoren erkennen den Beladungszustand des Autos und passen die Leuchtweite der Scheinwerfer kontinuierlich automatisch an.

Da die Sensoren meist unter dem Fahrzeugboden angebracht sind, wo Streusalz, Feuchtigkeit oder Schmutz ihnen zusetzen, kann es aber zu Fehlfunktionen kommen, warnt der TÜV Süd. Meldet die Kontrollleuchte im Cockpit eine solche Fehlfunktion sollten Autofahrer die Werkstatt aufsuchen. Anderenfalls könnte man unversehens als "fieser Blender" umherfahren.

Dabei liegt das Problem laut Jürgen Wolz vom TÜV Süd meist nicht an den Sensoren selbst, da diese gut gekapselt sind. "Eher sind Gestänge, Kabel und vor allem ihre Steckverbindungen für Fehler verantwortlich". Die seien zwar in der Regel schnell behoben, doch Wolz warnt davor, selbst Hand anzulegen. So müsse ein Mechatroniker beurteilen, ob Stecker oder Gestänge mit entsprechender Schmierung wieder funktionstüchtig gemacht werden können, oder ob ein Teil zu erneuern ist.

Im Anschluss ist eine Neujustierung der Leuchtweitenregelung notwendig, die in aller Regel nur mit einem Diagnosetester durchgeführt werden kann, der die Fehlermeldung im Cockpit löscht. Schon deshalb stoßen Hobbyschrauber an ihre Grenzen. Außerdem treten bei Xenonlicht laut Wolz lebensgefährlich hohe Spannungen von mehreren zehntausend Volt auf. Auch deshalb warnt der TÜV-Experte vor falscher Eigeninitiative.

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