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Eine Familie ist mit Inline-Skates, Fahrrad und Tretroller unterwegs. Foto: Matthias Balk

Betrunken auf Inlinern: Keine Trunkenheitsfahrt

Inlineskates sind kein Verkehrsmittel im eigentlich Sinn. Es gilt als Spielzeug. Wer Alkohol getrunken hat und damit fährt, tut sich und anderen Verkehrsteilnehmern trotzdem nichts Gutes.

Landshut (dpa/tmn) - Wer betrunken auf Inlineskates unterwegs ist, kann nicht wegen einer Trunkenheitsfahrt belangt werden. Denn Inliner seien keine Fahrzeuge. Zu dieser Auffassung kam zumindest das Landgericht Landshut in einem Urteil (Az.: 6 Qs 281/15), auf das der ADAC hinweist.

Die Polizei hielt einen stark angetrunkenen Mann auf Inlineskatern an. Daher wollte der Staatsanwalt einen Strafbefehl erlassen. Den wiederum lehnte aber das zuständige Amtsgericht ab. Der Staatsanwalt legte den Fall beim Landgericht vor.

Das bestätigte jedoch die Ansicht des Amtsgerichts. Für Trunkenheit im Verkehr sei ein Fahrzeug nötig. Doch gerade dies seien Inlineskates nicht. Laut Gesetz seien sie "besondere Fortbewegungsmittel". Sie haben weder Licht noch Bremse und dürfen nicht die Fahrbahn benutzen, was sie auch von Fahrzeugen unterscheide. Das Gericht wertete die Skater als Spielzeug, mit denen man keine Trunkenheitsfahrten begehen könne.

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