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Reisen statt Rasen: Elegant und geschmeidig liegt die neu geformte Limousine auf der Straße

„B“ wie der besondere Benz

Irgendwie sagten die Worte des Kollegen alles: „Was? Du fährst zur Präsentation der neuen B-Klasse? Wusste gar nicht, dass Mercedes den noch baut.” Irgendwie geht es vielen so.

Jahrelang war die Mittelklassen-Flotte der Stuttgarter so etwas wie der B-Promi im Angebot. Und genau das soll sich ändern. Das B. soll nun für etwas anderes stehen: für besser. Im schönen Wien präsentierte Mercedes Mitte dieser Woche ihr neues Produkt. Gut zwei Tage nahmen wir die neue Serie genau unter die Lupe – bei Testfahrten auf der Autobahn, der Landstraße und sogar auf Feldwegen. Und gleich vorweg Die neue B-Klasse ist wirklich besser. Was sofort auffällt: Der Wagen schnurrt, wie es sich für einen Mercedes gehört. Hier kann er problemlos mit der C-Klasse mithalten. Absolutes Limousinen-Gefühl. Sanft, mild.

Die neue B-Klasse

Die Mercedes B-Klasse

Weg vom Klotzigen, Klobigen – was dem Vorgänger- Modell ja oft vorgeworfen wurde. Das zeigt sich auch in der Optik. Schnittig kommt er daher. Dafür hat man dem Wagen vier Zentimeter an Höhe genommen und einfach bei der Länge hinzugefügt. Hier passt alles.

Mercedes Benz B Klasse - Cockpit für die Sinne

Mercedes Benz B Klasse

Womit der Wagen aber besonders glänzt, ist mit seiner ausgefuchsten Technik. Besonders beim Thema Sicherheit setzt Mercedes hier neue Standards. So steckt beispielsweise in jedem B-Klasse-Modell (es gibt den 180 und 200 jeweils als Benziner und Diesel) serienmäßig ein Collision Prevention Assist. Was das ist? Bremst das Fahrzeug vor Ihnen plötzlich scharf ab oder steht gar ein Hindernis auf der Straße, reicht schon eine kleine Berührung des Bremspedals und der Wagen errechnet die „perfekte Bremsung”, die er dann natürlich auch selbst ausführt. Mercedes verspricht, damit gut 20 Prozent der Auffahrunfälle zu verhindern. Dazu gibt es noch den Toten-Winkel-Assist, den Spur-Halter-Helfer und die neueste Version des ESP – und fertig ist das Sicherheitspaket.

Was der neue B-Klasse nicht ist: eine Rennsemmel. Das Auto (gerade in der Dieselklasse mit 109 oder 136 PS) will eher durch Sparsamkeit (4,4 Liter auf 100 Kilometer) und Umweltfreundlichkeit (115 Gramm CO2 pro Kilometer) punkten. So richtig sportlich fuhr sich beim Test nur der Benziner 200 mit 156 PS. Der schafft es auch von null auf hundert in immerhin 8,1 Sekunden.

Das Fazit: Die neue B-Klasse kann überzeugen – mit seiner üppigen Mercedes-Technik, an der hier nicht gespart wurde. Er ist ein geräumiger (488 Liter Kofferraum) Mittelklasse-Wagen mit ein bisserl Luxus, aber doch bodenständig. Zu haben ist er übrigens ab 26.000 Euro.

ARMIN GEIER

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