Appell gegen Drängler

"Bleibt einfach hinter uns": Lkw-Fahrer hat die Faxen dicke

Auf deutschen Autobahnen sind Baustellen manchmal gefährlich. Riskante Fahrmanöver machen die Sache nicht besser. Ein Lkw-Fahrer hat davon die Schnauze voll.

Mehrere Unfälle auf deutschen Autobahnen sorgten in letzter Zeit für Schlagzeilen und Diskussionen um die Sicherheit. 

In einem flammenden Appell auf Facebook lässt der Brummifahrer René Heiden diesbezüglich seinen Emotionen freien Lauf und macht seinem Ärger ordentlich Luft.

Er spult in seinem Laster regelmäßig Kilometer um Kilometer ab und hat das Fehlverhalten von Autofahrern schon x-Mal erlebt - und anscheinend satt.  

"Ihr lieben Sprinter-, SUV- und Pkw-Fahrer"

Heiden rechnet den "lieben" Sprinter-, SUV- und Pkw-Fahrern zu Beginn seines Posts erst einmal vor, wie wenig Platz eigentlich auf so einer Fahrbahn zur Verfügung steht.

Die Autos seien ja heutzutage bis auf wenige Ausnahmen alle sehr groß. Hinzu komme dann noch die Tatsache, dass niemand  mehr imstande sei, "sein Fahrzeug absolut gerade in der Spur zu halten".

Unter diesen Umständen ist das Ergebnis einer riskanten Fahrweise für den aufgebrachten Lkw-Fahrer klar:

"Wenn Ihr dann einen Lkw überholt, der ja auch nicht sauber die Spur hält, weil Baustellen gerne mal leichte Unebenheiten haben und Anhänger oder Auflieger da ein faszinierendes Eigenleben entwickeln, müsst Ihr euch nicht wundern, dass Eure rechte Fahrzeugseite plötzlich um einen Spiegel erleichtert wird oder Ihr ein kostenloses Design bekommt."

Genervter Lkw-Fahrer: "Bleibt einfach hinter uns!" 

Nach einem Zusammenstoß samt Bremsmanöver komme dann "erst richtig Stimmung auf", es sei ja kein Platz zum Ausweichen vorhanden. "Dumme Situation, oder?", stellt Heiden süffisant in den Raum.

Für Heiden ist die Konsequenz klar: "Nachdem Ihr die linke Spur eh nicht benutzen dürft, lasst es doch auch einfach. (...) Bleibt einfach hinter uns, somit kommt ihr alle heil und gesund zu euren Familien und Freunden."

Die anscheinend immer größer werdenden Aggressionen auf deutschen Straßen lassen ihn dabei völlig kalt:

"Mir persönlich ist eure Lichthupe, Mittelfinger usw. sowas von scheißegal. Nur denkt an andere Verkehrsteilnehmer. Ein kleiner Fehler vom Hintermann reicht, um eine Katastrophe zu verursachen."

Den vollständigen Text können Sie hier nachlesen:

Reaktionen auf diesen Post? Wie immer gespalten

Der Post wurde insgesamt bereits fast 15.000 Mal geteilt und 2.000 Mal kommentiert (Stand: 20.07.2017). Die Meinungen der Nutzer zu diesem Appell gegen Raser und Drängler eines entnervten Lkw-Fahrers sind gespalten.

Es kommt einerseits Zuspruch: "Einfach nur vernünftig fahren. Und immer auf die anderen achten" oder "Wahre Worte".

Es mischt sich aber auch viel Spott darunter: "Was ein Schwachsinn. 2. Spur ist also nur Deko" oder "Bla bla bla, solange die 'lieben Brummifahrer' mit 100,2 einen anderen Brummi überholen, weil der nur 100,1 fährt, braucht sich keiner dieser Banditen (zu) wundern, wenn der Autofahrer irgendwann wütend wird (...)"

Auch eine interessante Frage: Helfen sogenannte "Fake-Baustellen" gegen Raser? Und: Sollten Raser und Rowdies härter bestraft werden?

mop

Wachsende Aggression auf Deutschlands Straßen

Rubriklistenbild: © Screenshot/Facebook René Heiden

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Was bedeuten grüne Kennzeichen und welchen Vorteil haben sie?
Schwarze Schrift auf weißem Grund: So sieht das klassische Kennzeichen aus. Aber es gibt auch welche mit grüner Schrift. Wir verraten Ihnen, was dahinter steckt.
Was bedeuten grüne Kennzeichen und welchen Vorteil haben sie?
Gelber Charakter: Die Ducati Monster 821 im Test
Seit 25 Jahren gehört die Ducati Monster zur Motorradlandschaft. 23 Modelle gab es bisher – nun war die 821 dran für einen gründlichen Facelift.
Gelber Charakter: Die Ducati Monster 821 im Test
Diesel-SUVs und sportlicher Schwede
Zwei neu überarbeitete Diesel-Motoren für den Dacia Duster lassen Fans des rumänischen SUV aufhorchen. Opel hat drei seiner beliebtesten Modelle überarbeitet und …
Diesel-SUVs und sportlicher Schwede
Singen, Fluchen, Ausparken: So ticken die Deutschen hinterm Steuer
Was machen Autofahrer eigentlich so alles während der Fahrt? Das hat eine neue Studie untersucht und acht heimliche Marotten in deutschen Autos ans Tageslicht gebracht.
Singen, Fluchen, Ausparken: So ticken die Deutschen hinterm Steuer

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.