Kündigung des Kooperationsvertrags mit Ismaik: So hat 1860 hat entschieden

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"BMW: Brisanter Zündstoff fürs Gericht

- WEYHE / MÜNCHEN Ein BMW Z3 aus Weyhe (Kreis Diepholz) hat sich von selbst entzündet. Das ist das Ergebnis des neuesten Gutachtens eines Brandsachverständigen, das seit gestern vorliegt. Auftraggeber: das Landgericht "München I". Damit bekommt der Prozess um eine erhebliche Schadensersatzforderung von Dr. Marco Genthe, der Familie Frank gegen BMW vertritt, neuen Zündstoff - mit möglichen Konsequenzen für Z3-Besitzer.

<P>Anwalt Dr. Genthe: "Wahrscheinlich sind weltweit weitere Z3-Fahrzeuge betroffen, die von selbst Feuer fangen könnten. BMW-Fahrer sollten also nicht über diese Geschichte schmunzeln, sondern um die Sicherheit ihrer Autos besorgt sein." <P>Rückblende: Im März 2000 hatten Flammen aus einem Z3 zwei Wohnhäuser in Weyhe in Brand gesetzt. Die Kriminalpolizei schloss sowohl Manipulationen am BMW-Cabrio als auch am Carport aus und vermutete einen gefährlichen Defekt im Fahrzeug. Sowohl die Besitzer des Z3 als auch die Eigentümer der Häuser klagen seit dieser Zeit gegen den Münchner Automobilkonzern. <P>Ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes Hessen belegte in einer akribischen Untersuchung 2001, dass der Kurzschluss eines nicht sachgerecht verlegten Kabels im Verdeck des BMW-Cabrios die Brandursache war. <P>Ein zweiter Gutachter, ein nicht auf Brände spezialisierter Kfz-Sachverständiger, habe lediglich "den ausgebrannten BMW besichtigt", lautete der Vorwurf von Dr. Genthe. Der Kfz-Sachverständige untersuchte ein Vergleichsfahrzeug - allerdings in der Konzernzentrale in München. Mit diesem Gutachten gab sich weder der Anwalt der Familie Frank noch das Landgericht zufrieden und beauftragte einen weiteren Sachverständigen. Bei der Untersuchung des elektrischen Bordnetzes habe er "markante Kurzschlussspuren an der Batterieleitung im Verdeckkasten" vorgefunden, "da die Leitung auf dem scharfkantigen Verstärkungsblech festgeschmolzen war." Die entscheidende Passage des Gutachtens im Wortlaut: "Die Batterieleitung konnte in diesem Bereich eine willkürliche Lage zwischen zwei geführten Punkten annehmen, da sie weder durch eine Vertiefung im Blech oder durch einen Kabelkanal gegen Vibrationen des Verdeckgestells im Fahrbetrieb geschützt wurde." <P>Sein zwingender Schluss: "Das Feuer musste auf einen Fehler in der Verlegung der Batterieleitung zurückgeführt werden." Weitere Möglichkeiten schloss der Gutachter aus. Auf Nachfrage schwiegen gestern BMW-Anwälte und Konzern-Pressesprecher Wieland Bruch ob der neuen Erkenntnisse. <P>Weitere Infos: Aktenzeichen des LG München I: 6 O 22424/00</P>

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