Was bringt uns das Autojahr 2007?

- Autokäufern steht ein spannendes Jahr 2007 ins Haus. Glaubt man den Ankündigungen der Autobauer, werden im kommenden Jahr zahlreiche neue Modelle dem Markt wichtige Impulse geben. Über alle Segmente rollen im nächsten Jahr stolze 104 neue Modelle und Varianten auf den Markt, das sind 30 mehr als 2006. Nachdem 2006 besonders Spartenfahrzeuge wie Geländewagen und Cabrios gefragt waren, gehts nun wieder ein Stück aus der Nische heraus: Vor allem in den Volumensegmenten werden die Karten neu gemischt.

Mit den neuen Modellen dürfen sich die Kunden auch auf frische Farben, neue Technologien sowie auf umweltfreundlichere Antriebe freuen. Dafür muss man aber auch einen Preisanstieg einkalkulieren. Im Frühjahr steht vor allem die Mittelklasse im Mittelpunkt, weil die nächste Generation der Mercedes C-Klasse, der neue Audi A4 sowie die dritte Auflage des Ford Mondeo erwartet werden. Außerdem kommt aus Frankreich der neue Renault Laguna.

Ebenfalls viel Bewegung gibt es in der Golf-Klasse: Dort will Kia ab Januar mit dem in Slowenien gebauten Cee'd künftig ein Wort mitreden, trifft dabei aber auf eine Reihe starker und ebenfalls neuer Gegner. Denn Toyota hat für den Anfang des Jahres den Auris als Nachfolger des Corolla angekündigt. Und Fiat will im Frühjahr den Stilo durch eine Neuauflage des Bravo ersetzen. Nissan versucht sein Glück mit dem nahe an einen Geländewagen gerückten Qashqai, und von BMW erwartet man die zweitürige Version des 1ers. Die deutschen Platzhirsche reagieren auf den höheren Wettbewerbsdruck mit frischer Schminke und neuen Varianten: VW etwa hat einen Crossgolf, den nächsten Variant sowie die Neuauflage des Scirocco angekündigt. Bei Ford spekuliert man über ein Focus Coupé und eine sportliche RS-Version. Opel wird Anfang des Jahres einen überarbeiteten Astra an den Start bringen.

Ein paar wichtige Neuheiten stehen auch bei den Kleinwagen an: Smart etwa hat bereits die zweite Generation des Fortwo vorgestellt, die im Frühjahr an den Start gehen soll. Von Skoda kommt die nächste Auflage des Fabia, und bei Renault erlangt der neue Twingo so langsam seine Serienreife. Doch auch in den Nischen tut sich was. Neben neuen Sportwagen wie dem Audi R8, neuen Roadstern wie dem Opel GT und neuen Cabrios wie dem offenen Dreier von BMW wird es vor allem neue Offroader geben: VW hat mit dem Concept Tiguan gerade in Los Angeles einen sehr konkreten Ausblick auf den kleinen Bruder des Touareg gegeben, der für Ende 2007 angekündigt ist. Ford wird etwa zur selben Zeit einen geländegängigen Vetter des Focus vorstellen.

Aus Frankreich kommen mit dem Peugeot 4007, dem Citroën C-Crosser und der Serienversion der Renault-Studie Koleos gleich drei neue SUV. Unter der Haube darf man noch sparsamere Motoren erwarten. Zumal der Trend zur Aufladung auch kleinerer Motoren mehr Leistung bei weniger Verbrauch ermöglicht. Neue Sicherheitssysteme, die vor Sekundenschlaf warnen, Verkehrszeichen erkennen oder in Notsituationen automatisch bremsen, werden künftig auch noch höher im Kurs stehen. Da lohnt sich ein skeptischer Blick in die Preislisten, in denen man wohl mehr Erhöhungen als die drei Prozent zusätzlicher Mehrwertsteuer finden wird. Ein Trost könnten da die Billigautos sein, die 2007 weiteren Zuwachs bekommen werden. Denn die Renault-Tochter Dacia bringt den Logan nun auch als günstigsten Kombi in Deutschland auf den Markt. Und mit dem chinesischen Brilliance BS6 für rund 19 000 bis 20 000 Euro kommt eine Limousine im Format des VW Passat in den Handel. Wobei uns die Chinesen noch nicht gleich überrollen werden. Aber schon bald dürften wir viel mehr Autos aus dem Reich der Mitte auf unseren Straßen zu sehen bekommen.

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