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Mit Premium-Charakter: Land Rovers neuer Discovery ist mit Preisen ab 42 000 Euro den Edel-Offroadern auf der Spur.

Britischer Tausendsassa

Normalerweise kommen Straßenautos im Gelände nicht sehr weit. Und ausgesprochene Offroader haben auf dem Asphalt ihre Schwächen. Beim Land Rover Discovery 4 ist das anders.

Der kann alles. Auf ganz auf normalen Sommerreifen wechselte er auf unserer ausgedehnten Test-Tour von den glatten Straßen Schottlands in dessen wilde Berge, Wälder und Flüsse. Ohne schlapp zu machen.

Auf der Straße zeigt der Discovery der vierten Generation mit dem neuen Drei-Liter-Diesel einen sauberen Geradeauslauf, eine exakte Lenkung und überrascht mit sehr niedrigen Fahrgeräuschen. Mit einer dritten Sitzreihe bietet er sieben Erwachsenen Platz.

Die Höhe von 1,89 m und die Länge von 4,83 m erlauben einen glatten Laderaum für fast 2500 Liter Ladung. Das und die rund 600 kg Zuladung weisen auf die Eignung als Transporter hin, Zudem kann er 3,5 Tonnen ziehen.

Mit dem für viele Untergründe einstellbaren Allradabtrieb („Terrain Response“) hat der Disco schon viele beladene Pferdetransportanhänger aus der schlammigen Wiese gezogen. Das sind die Situationen, in denen der Discovery ebenso eine gute Figur macht, wie im Gelände.

Von außen unterscheidet sich Generation vier von Generation drei durch ein edleres Gesicht. Der Vorgänger betonte noch eher die Nähe zum Geländewagen, während sich der Neue mit seinem Gesicht eher als Mitglied des gehobenen Bürgertums zeigt und von weitem aussieht wie ein kleiner Range Rover.

Innen wird der Charakterwechsel hin zum luxuriöseren Fahrzeug mit Premium-Charakter noch deutlicher. Die alte Armaturentafel mit ihrer stark betonten Mittelkonsole und dem eckigen Charme hat ausgedient. An ihre Stelle tritt eine Tafel, die sich eleganter und mit besseren Materialien dem neuen Anspruch nähert. Der aktuelle Discovery ist gesellschaftsfähig und misst sich nun mit dem BMW X5, der M-Klasse von Mercedes, dem Porsche Cayenne, dem Volkswagen Touareg und anderen. Denen will er mit Preisen zu Leibe rücken, die rund zehn Prozent unter deren Niveau bleiben.

Mit dem alten 2,7-Liter-Diesel (Land Rover 2.7 TDV6), der nur Euro 4 schafft, weniger leistet und mehr verbraucht als der Drei-Liter-Diesel, beginnen die Preise bei 42 000 Euro. Als SE besser ausgestattet kostet der 3.0 TDV6 mindestens 52 700 Euro und in der Topausstattung HSE, in der auch Sechs-Gang-Automatik, Luftfeder, Leder, Memory-Sitze und Festplatten-Navigation enthalten sind, beginnen die Preise bei 59 200 Euro - eben wenigstens ein Zehntel niedriger als der Wettbewerb.

Der größere und neuere Diesel leistet 245 PS bei 600 Nm. Er beschleunigt den Discovery in 9,6 sek. von null auf Tempo 100 und erreicht eine Spitze von 180 km/h. Der Verbrauch liegt bei 9,3 Liter auf 100 km, sein CO2-Wert 243 Gramm pro Kilometer.

Die vierte Generation des Land Rover Discovery tritt im September als Universaltalent an. Er eignet sich als komfortable Reiselimousine ebenso wie als Klettermaxe mit allem, was einen Geländewagen auszeichnet, als Familientransporter für Sieben ebenso wie als „Zugpferd“. Er zeigt sich wasserfest, leise und variabel.

osw

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