Autofarben: Sind Sie eher für die farbige Variante? Was das über Sie aussagt, erfahren Sie hier.
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Autofarben: Sind Sie eher für die farbige Variante? Was das über Sie aussagt, erfahren Sie hier.

Schlicht in grau oder doch lieber knallig?

Die beliebtesten Autofarben Deutschlands: Was schwarze, graue oder rote Autos über Sie aussagen

  • Volker Pfau
    vonVolker Pfau
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Silbergrau und schwarz: Diese Autofarben stehen bei den Deutschen hoch im Kurs. Was unauffällige Schattierungen über Autofahrer aussagen? Farbpsychologen kennen die Antwort.

Wenn Deutsche ein Auto kaufen, darf der Wagen so ziemlich alles unter dem Blechkleid haben, was die Ausstattungsliste hergibt. Nur beim Lack herrscht offenbar Zurückhaltung, der muss unauffällig sein. Das ist ein Schluss, den man aus der Auswertung der vom Kraftfahrtbundesamt gemeldeten Farben von Neufahrzeugen ziehen kann.

75,8 Prozent der Käufer haben im vergangenen Jahr eine sogenannte Schattierung gewählt: Silbergrau führt mit 30,3 Prozent vor Schwarz (24,9 Prozent) und Weiß (20,6 Prozent). Erste bunte Farbe in der Liste ist Blau. 10,9 Prozent wählten diesen Ton. Danach kommen Rot (7,2 Prozent) und Braun (1,3 Prozent), 4,8 Prozent verteilen sich auf den Rest. Zum bunten Autoleben hat die Agentur Die Wortwerkstatt eine Analyse vom Farbpsychologen eingeholt. Laut der wird Weiß von eher bescheidenen und disziplinierten Menschen bevorzugt. Neben Purismus und Sauberkeit signalisiert es auch Wohlfühlen. Im Vergleich zu 2010 verdoppelte sich die Beliebtheit dieser Farbe.

Steht für Erfolg und Willensstärke: Schwarze Autos dokumentieren Macht

Wer mit einem Grauton unterwegs ist, dokumentiere Wertigkeit, Korrektheit, Zeitlosigkeit und Sicherheitsbewusstein. Tendiert der Ton eher Richtung Silber, sei der Fahrer eher dem Fortschritt zugewandt, mit Grau dagegen laut Farbpsychologe praxisorientiert. Schwarz dokumentiert Macht und verleiht dem Auto einen repräsentativen Charakter. Wer diese Farbe für den Lack wählt, sei eher willensstark und stehe für einen erfolgreichen Menschen. Ein weiterer Vorteil, insbesondere für Fahrer von Kleinwagen: Die Farbe lässt das Fahrzeug größer erscheinen.

Überdies sei der Wiederverkaufswert eines farblich nüchternen Autos höher als bei bunten Karosserien. Blau lässt laut des Psychologen auf einen harmonischen, zufriedenen, sympathischen, ruhigen und selbstbewussten Fahrer schließen, der nicht unbedingt einen flotten Fahrstil pflegt. Im Gegenzug dazu fährt Rasanz die Farbe Rot.

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Rot für die Leidenschaft, Gelb für Optimismus und Braun für Fröhlichkeit

Der Lenker eines solchen Autos gilt als kontaktfreudig, extrovertiert, impulsiv und leidenschaftlich. Braun hatte vor rund acht Jahren einen Anteil von über sechs Prozent bei den Neuzulassungen, büßte aber inzwischen viel von seiner Attraktivität ein, obwohl es nicht mehr Spießigkeit, sondern vielmehr Natürlichkeit symbolisiert. Das in der Zulassungsstatistik nahezu bedeutungslose Grün – grundsätzlich bedeutungsverwandt mit Braun – symbolisiert darüber hinaus noch rustikalen Charme, Einfachheit und Fröhlichkeit. Gelbe Autos werden von lebenslustigen und dynamischen Optimisten gesteuert, die Dinge entschlossen angehen – davon gibt es aber laut der Anzahl der Neuzulassungen nur rund ein Prozent unter den Autofahrern.

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Volker Pfau

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